Krefelds stilles Drogenhilfezentrum: Ein Lebensretter für Obdachlose und Abhängige
George BenthinKrefelds stilles Drogenhilfezentrum: Ein Lebensretter für Obdachlose und Abhängige
Ein Drogenhilfezentrum in Krefeld unterstützt seit Jahren im Stillen die verwundbarsten Menschen der Region
Die Einrichtung, getragen von Caritas und Diakonie, betreut zwischen 50 und 80 Stammgäste aus Krefeld und dem benachbarten Meerbusch. Viele der Besucher kämpfen mit schwerer Drogenabhängigkeit und Obdachlosigkeit – Probleme, die in der Öffentlichkeit oft unsichtbar bleiben.
Das Zentrum bietet einen geschützten Raum, in dem die Klienten offen sprechen, Wäsche waschen, duschen sowie Mahlzeiten und Getränke erhalten können. Ein zentrales Angebot ist die kontrollierte Drogeneinnahme unter medizinischer Aufsicht, die Risiken für Abhängige minimieren soll.
Neben dem Hilfszentrum betreiben Caritas und Diakonie seit 2003 das Medi-Mobil, eine mobile Einheit, die an festen Orten und Zeiten medizinische Versorgung direkt zu Obdachlosen bringt. Vier ehrenamtliche Ärzte begleiten den Einsatz regelmäßig, leisten lebenswichtige Behandlungen und schaffen durch ihre beständige Präsenz Vertrauen.
Die Arbeit des Zentrums findet auch bei lokalen Verantwortlichen Anerkennung. Michael Marschall, Vorsitzender des Personalrats der Stadt Meerbusch, unterstützt öffentlich dessen Engagement, insbesondere für schwerstabhängige Menschen. Kürzlich bedankte sich Jasmin Sprünken, die Leiterin der Einrichtung, für eine Spende, die die Fortführung der wichtigen Arbeit ermöglicht.
Das Zentrum arbeitet weiterhin weitgehend im Hintergrund und deckt Bedürfnisse ab, die in der Gesellschaft oft übersehen werden. Seine Angebote – von medizinischer Versorgung bis hin zu grundlegender Hygiene – sind für Menschen mit Suchtproblemen und ohne Obdach überlebenswichtig. Ohne solche Initiativen hätten viele in der Region selbst Zugang zu elementarer Hilfe nicht.







