KSIs alter Witz über Gewalt gegen Schwangere löst neue Empörung aus
Hans-Werner HövelKSIs alter Witz über Gewalt gegen Schwangere löst neue Empörung aus
Ein YouTube-Video aus dem Jahr 2017 mit KSI, der inzwischen als Juror bei Britain’s Got Talent tätig ist, sorgt erneut für Aufsehen, nachdem eine Organisation gegen häusliche Gewalt seine Äußerungen scharf kritisiert hatte. In dem Clip macht der Influencer einen Witz über Gewalt gegen schwangere Frauen – Jahre später löst dies nun erneute Empörung aus.
Die Hilfsorganisation Women’s Aid, die Opfer häuslicher Gewalt unterstützt, verurteilte die Bemerkungen und argumentierte, sie verharmlosten Misshandlung und bagatellisierten das Ausmaß solcher Taten. Unterdessen räumte eine KSI-nahe Quelle ein, die gewählten Formulierungen seien „dumm und falsch“ gewesen.
In dem Video ist zu sehen, wie KSI mit seiner Mutter über Schwangerschaft spricht. Als sie ihn daran erinnert, ein Kondom zu benutzen, behauptet er, es handle sich nur um einen Scherz. Zuvor hatte er im Gespräch erklärt, falls eine Frau von ihm schwanger würde, würde er „dem Baby einen Schlag verpassen“, statt auf sicheren Sex zu achten.
Women’s Aid positionierte sich deutlich gegen die Äußerungen und warnte, dass Witze dieser Art die Schwere von Gewalt verharmlosen und schädliches Verhalten verklärten. Besonders brisant ist die Kontroverse, da KSI aktuell als Juror bei der familienfreundlichen Castingshow Britain’s Got Talent eine prominente Rolle einnimmt, die ihm größere öffentliche Aufmerksamkeit beschert. Eine ihm nahestehende Person bedauerte später die Aussagen im Video und bezeichnete sie als unangemessen und beleidigend.
Der wiederaufgetauchte Clip hat scharfe Kritik von Gewaltschutz-Aktivisten ausgelöst. KSIs frühere Äußerungen stehen nun im Widerspruch zu seiner heutigen Position in einer unterhaltsamen Fernsehsendung für die ganze Familie. Der Vorfall hat die Debatte über die Verantwortung von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für ihre online getätigten Aussagen neu entfacht.






