Kulturförderung in Österreich: Kürzungen trotz stabiler Bundestheater-Budgets
Hildegund LachmannKulturförderung in Österreich: Kürzungen trotz stabiler Bundestheater-Budgets
Die österreichische Bundesregierung hat Änderungen bei der Förderung von Kunst und Kultur für die kommenden Jahre bekannt gegeben. Vizekanzler Andreas Babler bestätigte, dass tiefgreifende Kürzungen im Bereich vermieden wurden, doch mehrere Sparten müssen dennoch mit Einsparungen rechnen. Der Gesamtetat für Kunst und Kultur wird im nächsten Jahr um 3,3 Prozent sinken.
Das Budget für Kunst und Kultur verringert sich 2025 um 21,1 Millionen Euro auf insgesamt 608,7 Millionen Euro. Die Mittel für den Denkmalschutz werden um eine Million Euro gekürzt – von 55 Millionen auf 54 Millionen Euro. Besonders betroffen ist das Museum für Volkskunde: Sein Sanierungsetat wird um 11,4 Millionen Euro reduziert.
Auch die Bundeskunstmuseen erhalten weniger Geld: Ihre Zuwendungen sinken von 157,2 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 151,2 Millionen Euro in den Jahren 2027 und 2028. Das Österreichische Filminstitut (ÖFI) muss ebenfalls Einschnitte hinnehmen – sein Budget fällt von 39 Millionen Euro in diesem Jahr auf 37 Millionen Euro in den Jahren 2027 und 2028. Die Bundeszuschüsse für das ÖFI verringern sich zudem auf 34,5 Millionen Euro, ohne die 2,5 Millionen Euro für das Programm ÖFI+.
Die Mittel für Kunst und Kultur werden 2027 weiter um 13,6 Millionen Euro gekürzt – von 194,6 Millionen auf 181 Millionen Euro. Die Basisförderung für die Bundestheater bleibt jedoch mit 204,2 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre stabil. 2028 steigt der Gesamtetat dann leicht auf 617,9 Millionen Euro an, bedingt durch die Sanierung und Erweiterung des Festspielbezirks Salzburg.
Die Anpassungen bedeuten, dass die meisten Bereiche mit geringeren Budgets auskommen müssen. Lediglich die Bundestheater bleiben von Kürzungen verschont. Ein moderater Anstieg 2028 soll die Entwicklung des Salzburger Festspielbezirks unterstützen.







