28 January 2026, 08:26

Landshut setzt auf ganzjährige inklusive Kultur für alle Bürger:innen

Eine Gruppe von Menschen vor dem Angkor Thom-Tempel in Kambodscha, umgeben von grünem Gras und hohen Bäumen, mit einem sichtbaren Himmel im Hintergrund.

Landshut setzt auf ganzjährige inklusive Kultur für alle Bürger:innen

Treffen im Landratsamt Landshut: Kultur für alle zugänglich machen

Ein kürzlich stattgefundenes Treffen im Landratsamt Landshut brachte Akteur:innen zusammen, die sich dafür einsetzen, die lokale Kulturlandschaft inklusiver zu gestalten. Das Inklusionsnetzwerk diskutierte Wege, wie Veranstaltungen so organisiert werden können, dass sich alle – unabhängig von Behinderung oder Herkunft – willkommen fühlen. Statt einer einmaligen jährlichen Aktionswoche sind nun ganzjährige Angebote geplant.

Das Netzwerk beschloss, das bisherige Format der Aktionswoche durch kontinuierliche inklusive Veranstaltungen zu ersetzen. Vorgeschlagen wurden unter anderem Kurzfilmfestivals, Lesungen und Konzerte an barrierefreien Orten wie Schulen, Seniorenzentren und Dorfbühnen. Auch Räumlichkeiten wie Rathäuser, Kinos und die Sparkassenarena wurden als mögliche Veranstaltungsorte genannt.

Bereits jetzt steht eine Reihe von Terminen fest: Am 15. und 16. November 2025 findet ein Gemeinschafts-Tanzworkshop statt. Ende desselben Monats, am 28. November, ist ein inklusiver Kochabend geplant. 2026 folgt am 22. Mai ein Konzert mit Lesung zum Thema Demenz, bevor am 25. September eine Comedy-Aufführung auf dem Programm steht. Noch am selben Abend treten Tom & Basti mit ihrem Programm Zeitlang im Zum Alten Wirt in Mauern auf – mit selbstgeschriebenen Liedern und humorvollen Einblicken in das Dorfleben.

Die Behindertenbeauftragte des Landkreises, Linda Pilz, betonte, wie wichtig es ist, dass kulturelle Teilhabe für alle Menschen offensteht – ganz gleich, unter welchen Voraussetzungen sie leben. Zudem sprach die Gruppe über die Entwicklung eines gemeinsamen Mottos für die Initiative. Diskutiert werden derzeit Vorschläge wie "Bühne offen für Vielfalt" oder "Kultur ohne Barrieren".

Mit dem Wechsel zu ganzjährigen Angeboten will das Netzwerk Inklusion fest in der Landshuter Kulturszene verankern. Standorte sind bereits ausgewählt, und in den nächsten zwei Jahren soll ein Mix aus Aufführungen, Workshops und Lesungen realisiert werden. Die Organisator:innen feilen weiterhin an den Konzepten, um sicherzustellen, dass Barrierefreiheit stets Priorität hat.