Leerstehende Büros werden zu Wohnungen – mit bis zu 30.000 Euro Förderung pro Einheit
George BenthinLeerstehende Büros werden zu Wohnungen – mit bis zu 30.000 Euro Förderung pro Einheit
Deutschlands Großstädte könnten Tausende neue Wohnungen gewinnen, indem sie leerstehende Büros in Wohnraum umwandeln. Ein neues Förderprogramm bietet nun finanzielle Unterstützung für Investoren, die solche Projekte angehen. Die Initiative soll den Wohnungsmangel bekämpfen und gleichzeitig ungenutzte Gewerbeflächen reduzieren.
Das Programm sieht Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit für die Umwandlung leerstehender Büros vor. Die Gelder müssen nicht zurückgezahlt werden, allerdings ist die Gesamtförderung pro Unternehmen auf 300.000 Euro begrenzt. Um förderberechtigt zu sein, müssen die Sanierungen den Standard "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien" erfüllen, der klimafreundliche Modernisierungen garantiert.
Studien zufolge könnten in den sieben größten deutschen Städten rund 11.000 neue Wohnungen in ungenutzten Büroflächen entstehen. Unter optimalen Bedingungen ließe sich diese Zahl sogar auf 60.000 verdoppeln. Allerdings könnten hohe Baukosten und der Bedarf an umfangreichen Umbaumaßnahmen manche Projekte teuer machen.
Trotz des Potenzials hat bisher kein Bundesland ein vergleichbares offizielles Förderprogramm aufgelegt. Die Zuschüsse sollen Leerstände verringern, das Wohnungsangebot erhöhen und nachhaltiges Bauen fördern. Die Mittel könnten helfen, den Wohnungsdruck in Ballungsräumen zu verringern. Doch der Erfolg des Programms hängt davon ab, ob Investoren die finanziellen und technischen Hürden bei der Umnutzung von Gewerbeimmobilien überwinden können. Bei breiter Akzeptanz könnte die Förderung zu mehr bezahlbarem und energieeffizientem Wohnraum in den Stadtzentren führen.






