11 April 2026, 14:23

Lehrerin soll 16 Jahre lang Lohnbetrug mit falscher Krankschreibung begangen haben

Ein Mann sitzt an einem Schreibtisch mit Büchern und Gegenständen vor einer Gruppe von Kindern, mit Papieren an der Wand hinter ihm, trägt Schuhe als Lehrer.

Lehrerin soll 16 Jahre lang Lohnbetrug mit falscher Krankschreibung begangen haben

Eine Lehrerin des Berufskollegs Wesel blieb über 16 Jahre ohne ausreichende Begründung krankgeschrieben – und bezog in dieser Zeit weiterhin ihr volles Gehalt vom Land Nordrhein-Westfalen. Nun haben die Behörden ein Ermittlungsverfahren wegen ihres Handelns während der offiziellen Arbeitsunfähigkeit eingeleitet.

Die Identität der Pädagogin, die laut Angaben falsche Angaben zu ihrem Gesundheitszustand gegenüber dem Land gemacht haben soll, wurde nicht bekannt gegeben. Während ihrer langen Abwesenheit wurde niemals eine amtsärztliche Untersuchung angefordert. Obwohl sie krankheitsbedingt dienstunfähig war, soll sie stattdessen als Heilpraktikerin für Alternativmedizin tätig gewesen sein und sogar an einem Gründungswettbewerb für Unternehmen teilgenommen haben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug. Im Fokus steht der Zeitraum von 2021 bis 2025, da frühere Jahre möglicherweise bereits verjährt sind. Erst kürzlich durchsuchten die Ermittler ihre Wohnung in Duisburg und beschlagnahmten Unterlagen sowie digitale Speichermedien als Beweismaterial.

Zudem wird geprüft, ob die Lehrerin und eine Mitarbeiterin des Landschaftsverbands Rheinland in Düsseldorf ihre dienstlichen Pflichten vernachlässigt haben. Der Fall hat das Land Nordrhein-Westfalen veranlasst, schärfere Kontrollen bei langandauernden oder wiederholten Krankschreibungen im öffentlichen Dienst anzukündigen.

Die Ermittlungen dauern an, während die Staatsanwaltschaft weitere Beweise für den möglichen Betrug sammelt. Sollte die Lehrerin verurteilt werden, drohen ihr rechtliche Konsequenzen, weil sie Gehaltszahlungen unter falschen Angaben erhalten haben soll, während sie anderen beruflichen Tätigkeiten nachging. Das Land überprüft nun interne Abläufe, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern.

Quelle