Linke distanziert sich von Stalin-Lob und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation
George BenthinLinke distanziert sich von Stalin-Lob und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation
Die Führung der Linken hat sich von umstrittenen Äußerungen von Mitgliedern ihres Jugendverbandes Linksjugend [’solid] distanziert. Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, hatte die Gruppe die früheren Diktatoren Josef Stalin und Mao Zedong gelobt – und damit breite Kritik ausgelöst.
Laut Berichten hatten Mitglieder der Linksjugend [’solid] sich positiv auf den Stalinismus und die DDR bezogen sowie antisemitische Sprache im Zusammenhang mit Israel verwendet. Bei Diskussionen über den Gaza-Krieg sollen sie von „israelischen Konzentrationslagern“ und einem „israelischen Völkermord im Namen des Judentums“ gesprochen haben.
Die Berliner Parteivorsitzenden der Linken, Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer, forderten umgehende Konsequenzen gegen die Aussagen. Die Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner wies die Äußerungen scharf zurück, während mehrere Landespolitiker Empörung äußerten. Christian Schaft, Fraktionschef der Linken in Thüringen, verlangte eine klare Verurteilung auf dem Bundesparteitag.
Die Linke betont, sie habe sich entschieden vom Stalinismus losgesagt und lehne antisemitische sowie unmenschliche Positionen kategorisch ab. Die Partei prüft nun die Vorwürfe und treibt Sanktionen voran. Die Linksjugend [’solid] hat sich inzwischen von den Vorfällen distanziert, stand aber bereits in der Vergangenheit wegen ähnlicher Aussagen in der Kritik.
Die Linke zeigt sich in der Sache kompromisslos und leitet disziplinarische Schritte ein. Die Aussagen des Jugendverbandes stoßen bei Parteispitzen und Landesvertretern auf scharfe Verurteilung. Die Ermittlungen laufen noch, doch die Forderungen nach Aufklärung und Konsequenzen werden immer lauter.






