Literaturforum St. Ingbert begeistert mit Lesungen statt Fernsehprogramm
Hildegund LachmannLiteraturforum St. Ingbert begeistert mit Lesungen statt Fernsehprogramm
Literaturforum St. Ingbert: Das Fernsehprogramm 2025 lockte am vergangenen Wochenende Hundertschaft in die Stadtbibliothek
Hunderte Bücherbegeisterte strömten am letzten Wochenende zum Literaturforum St. Ingbert, wo in der Stadtbibliothek und an weiteren Veranstaltungsorten Lesungen, Aufführungen und Diskussionen auf dem Fernsehprogramm standen. Besonders gewürdigt wurden dabei zwei verstorbene Mitglieder der Literaturszene: die Schauspielerin Ursula Ochs-Steinfeld und die Germanistin Gabriele Oberhauser.
Den Auftakt bildete eine zweisprachige Lesung aus Heinrich Manns„Der Untertan“, bei der die Schauspieler Birgit Giokas und Alphonse Walter den Klassiker auf Deutsch und Französisch zum Leben erweckten. Später stellte der Journalist Christoph Pauly in einer Veranstaltung zu Bedrohungen der Demokratie sein neues Werk „Die Launen der Götter“ vor.
Im Restaurant Jérôme gab die Bestsellerautorin Marie Lacrosse eine Vorpremiere ihres kommenden Romans „Montmartre: Licht und Schatten“. Parallel las Nicole Wellemin in der Stadtbibliothek aus ihrem Werk „Das Echo der Moore“. Die Psychotherapeutin Evelyne Severing präsentierte im Buchladen Klein ihre Sammlung „Psychoanalyse und andere Geschichten“*.
Höhepunkt der Langen Nacht der Bibliotheken war ein Auftritt des St. Swingbert Quartetts, das populäre Evergreens mit scharfzüngigen, satirischen Texten kombinierte. Mit „Die Freiheit des Panthers“ wurde im Rahmen des Rilke-Jahres eine dramatische Lesung geboten, bei der Stefan Schwarzmüller und Andreas Kuhn auf der Bühne standen. Für heitere Momente sorgte das pfälzische Duo „Die Leseköpfe“ mit einer kabarettistischen Mischung aus Comedy und literarischen Kuriositäten.
Das Fernsehprogramm 2025 vereinte etablierte und aufstrebende Stimmen der Literaturszene – von politischen Debatten bis zu musikalischen Darbietungen war für jeden Buchliebhaber etwas dabei. Noch steht nicht fest, welche Autorin oder welcher Autor im nächsten Jahr den Hauptakt bestreiten wird, wie die Veranstalter mitteilten.