Lübeck bleibt Fairtrade-Stadt und ehrt die Tradition
Lübeck bleibt Fairtrade-Stadt und ehrt ein Vermächtnis
Lübeck bleibt Fairtrade-Stadt: Die Hansestadt trägt den Titel für weitere zwei Jahre und würdigt das Engagement von Horst Hesse für globale Gerechtigkeit.
- September 2025
Lübeck hat seinen Status als Fairtrade-Stadt für weitere zwei Jahre verlängert. Die norddeutsche Stadt erfüllt seit 2011 die strengen Kriterien der Kampagne. Diese Bestätigung fällt in eine Zeit, in der die Gemeinschaft auch den Verlust von Horst Hesse betrauert, einer Schlüsselfigur der Lübecker Fairtrade-Bewegung.
Horst Hesse, Mitbegründer der Fairtrade-Steuerungsgruppe Lübecks, starb im August 2025 im Alter von 87 Jahren. Bürgermeister Jan Lindenau würdigte ihn als Visionär, dessen Wirken von Mut und Entschlossenheit geprägt war. Sein Einsatz prägte das langjährige Engagement der Stadt für fairen Handel.
Lübecks Fairtrade-Aktivitäten beschränken sich nicht auf lokale Grenzen. Die Stadt arbeitet mit anderen Mitgliedern der Hanse zusammen – darunter Visby in Schweden, Zwolle und Kampen in den Niederlanden sowie die deutschen Städte Stade und Rees – im Rahmen der „Fairen Hanse“-Projekte. Diese Partnerschaften sind Teil eines größeren Netzwerks, das über 2.000 Fairtrade-Städte in 36 Ländern verbindet. Lübecks Engagement umfasst nachhaltige Beschaffungsrichtlinien, Bildungsarbeit mit Schulen und kulturelle Initiativen. Jährlich beteiligt sich die Stadt zudem an der bundesweiten Fairen Woche und unterstreicht so ihre Rolle in der globalen Bewegung für gerechteren Handel.
Die erneute Auszeichnung als Fairtrade-Stadt spiegelt Lübecks anhaltendes Engagement für ethischen Handel und internationale Zusammenarbeit wider. Der Tod von Horst Hesse markiert das Ende einer Ära, doch sein Erbe lebt in den aktiven Projekten der Stadt weiter. Diese Initiativen sorgen dafür, dass fairer Handel ein zentraler Bestandteil von Lübecks Identität bleibt.