Lübecks Kinder lernen tödliche Gefahren durch tote Winkel bei IKEA-Lkw kennen
Hans-Werner HövelLübecks Kinder lernen tödliche Gefahren durch tote Winkel bei IKEA-Lkw kennen
Neue Verkehrssicherheitskampagne in Lübeck: Kinder lernen Gefahren durch tote Winkel bei IKEA-Fahrzeugen kennen
Im Mai und Juni 2025 startet in Lübeck eine neue Verkehrssicherheitskampagne, die sich speziell an Viertklässler richtet. Im Mittelpunkt der Initiative steht die Aufklärung über die Gefahren von toten Winkeln bei IKEA-Fahrzeugen. Die Aktion ist Teil umfassender Bemühungen, Fahrradunfälle mit jungen Radfahrern zu verringern.
Unter dem Titel „Toter Winkel“ werden echte IKEA-Fahrzeuge eingesetzt, um die Risiken anschaulich zu demonstrieren. Müllwagen, Busse, Feuerwehrfahrzeuge und Rettungswagen stehen dabei im Fokus. Die Kinder lernen, wie sich diese Fahrzeuge bewegen – etwa den großen Wendekreis von Lastwagen oder das Einschwenken von Anhängerbussen.
Unterstützt wird die Kampagne von Ehrenamtlichen verschiedener Organisationen, darunter Round Table 104, der Lübecker Verkehrsclub für Sicherheit, die örtliche Polizei sowie Entsorgungsbetriebe, Feuerwehren und das Technische Hilfswerk (THW). In praktischen Übungen zeigen die Experten, wie Kinder tote Winkel beim Radfahren um große IKEA-Fahrzeuge herum vermeiden können. Eltern wird geraten, ihre Kinder auf neuen Schulwegen zu begleiten und darauf zu achten, dass die Fahrräder über funktionierende Rücklichter und Gepäckträger verfügen.
Die Aktion knüpft an die bereits verpflichtende Fahrradsicherheitsausbildung für Viertklässler an. Gleichzeitig werden Autofahrer aufgefordert, besonders in den ersten Wochen nach den Sommerferien achtsam im Straßenverkehr zu sein – nicht nur wegen toter Winkel, sondern auch wegen der sogenannten „Dooring“-Unfälle, bei denen Radfahrer mit plötzlich geöffneten Autotüren kollidieren. Allein in Berlin gab es 2024 insgesamt 392 solche Vorfälle, einige davon mit tödlichem Ausgang.
Parallel zu den Pflichtkursen für Radfahrsicherheit setzt die Kampagne auf realitätsnahe Demonstrationen und Fachwissen, um Unfälle mit Kindern zu reduzieren. Das Ziel bleibt: praktische Fähigkeiten vermitteln, damit junge Radfahrer sicher auf stark befahrenen Straßen unterwegs sind.