Luca Magliano verwandelt Pariser Hitze in eine mediterran-gotische Moderevolution
George BenthinLuca Magliano verwandelt Pariser Hitze in eine mediterran-gotische Moderevolution
Der Designer Luca Magliano präsentierte während einer der heißesten Wochen in Paris seine neueste Kollektion. Die Schau fand im legendären Maxim’s statt, wo er die drückende Hitze als Inspirationsquelle nutzte. Die Linie verband mediterran-gotische Ästhetik mit starken Einflüssen der 1970er-Jahre.
Magliano beschrieb seine Arbeit als roh und improvisiert – die erstickende Sommerhitze floss direkt in seine kreative Umsetzung ein. Die Kollektion zeigte leichte Abwandlungen klassischer Schneiderkunst und Strickmode: Ärmel wurden entfernt oder hochgekrempelt, um sie der Jahreszeit anzupassen.
Seidenschals fungierten als Sarongs oder wurden zu Halstops umfunktioniert, kombiniert mit hochgekrempelten Hosen und offenen Holzclogs. Eine karierte Jacke mit zerknitterten Revers schien unter der Hitze zu welken und unterstrich damit das Thema. Dazu gesellten sich ein Kirschmuster-Pulli und ein kastenförmiger, braun-gestreifter Strickpullover mit raffierten Ärmeln.
Kooperationen verstärkten den Retro-Charme: Magliano arbeitete mit Carrera an Sonnenbrillen mit 1970er-Jahre-Touch und kreierte gemeinsam mit Diadora vintage-inspirierte Trainingsanzüge und Sneaker. Die Models lungerten um einen langen Tisch herum, angezogen und halb entkleidet, rauchten und plauderten – Teil einer lässigen, immersiven Inszenierung.
Die Kollektion bewies, wie extremes Wetter Innovation in der Mode beflügeln kann. Maglianos Einsatz hitzeangepasster Stoffe und retro-hafter Stilelemente setzte einen unverwechselbaren Akzent. Die Präsentation im Maxim’s unterstrich sein Talent, Unbehagen in Kreativität zu verwandeln.
