Lüneburger Bäckerei benennt Amerikaner in Grönländer um – als politisches Statement
Birgitt OttoLüneburger Bäckerei-Idee: "Grönländer" statt "Amerikaner" - Lüneburger Bäckerei benennt Amerikaner in Grönländer um – als politisches Statement
Eine Bäckerei in Lüneburg hat ihre runden, zuckerglasierten Teilchen von Amerikaner in Grönländer umbenannt – als Protest gegen das US-Interesse am Kauf Grönlands. Die Aktion der De Heidbäcker GmbH sorgt bundesweit für Aufmerksamkeit, sogar eine Frau aus Prag zeigte sich begeistert von der Umbenennung.
Die Idee entstand als politisches Statement gegen den 2019 von damaligen US-Präsidenten Donald Trump geäußerten Plan, Grönland kaufen zu wollen. Geschäftsführer Jannik Harms erklärt, Bäckereien seien Orte des Lebens, in denen Politik selbstverständlich eine Rolle spiele. Das Ladenschild ziert nun der Spruch Make cake not war – eine klare Botschaft.
Die Teilchen bleiben noch einige Wochen im Sortiment, bevor sie im Herbst unter dem neuen Namen zurückkehren. Wer trotzdem nach einem Amerikaner fragt, bekommt ihn zwar – auf dem Bon steht dann aber Grönländer. Die Bäckerei will den neuen Namen so lange beibehalten, wie die USA ihr Interesse an Grönland aufrechterhalten, zumal sich die Verkäufe seitdem erhöht haben.
Woher der Name Amerikaner ursprünglich stammt, ist unklar – Theorien führen ihn auf ein Triebmittel oder die Ähnlichkeit mit einem Soldatenhelm zurück. Vor Ort kommt die Umbenennung gut an: Ein Kunde nennt sie "originell" und ein Zeichen der Solidarität mit Dänemark und Europa. Eine offizielle Reaktion der dänischen Regierung steht bisher aus.
Die Umbenennung hat der De Heidbäcker unerwartete Publicity beschert und aus einem simplen Gebäckstück eine kleine, aber sichtbare Protestaktion gemacht. Angesichts gestiegener Verkäufe und positiver Resonanz sieht die Bäckerei keinen Grund, den Namen in absehbarer Zeit wieder zurückzuändern.






