25 February 2026, 14:50

Mainzer Streit um Tempo-30-Zonen: Warum die Rheinachse tagsüber laut bleibt

Eine Straßenszene mit fahrenden Autos, ein Geschwindigkeitsbegrenzungsschild, Strommasten mit Drähten, Gebäude mit Fenstern und Geländern, Bäume und einen klaren blauen Himmel.

Neue Geschwindigkeitsbegrenzung 30 in Mainz - Mainzer Streit um Tempo-30-Zonen: Warum die Rheinachse tagsüber laut bleibt

Mainzer Stadtrat bleibt in Debatte über Tempo 30-Zonen auf Hauptverkehrsstraßen gespalten

Die Frage nach der Einführung einer Tempo 30-Zone entlang der Rheinachse ist weiterhin ungeklärt – obwohl der Stadtrat zuvor bereits Maßnahmen zur Lärmreduzierung beschlossen hatte. Die Umweltdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) übt scharfe Kritik an Teilen des jüngsten Vorschlags des Ausschusses.

Im Oktober 2024 hatte der Mainzer Stadtrat einen Lärmaktionsplan verabschiedet, der auf stark befahrenen Straßen niedrigere Geschwindigkeiten vorsieht. Ziel war es, rund 5.000 Anlieger vor übermäßigem Verkehrslärm zu schützen. Der Rechtsausschuss schränkte die Tempo 30-Regelung auf der Rheinachse jedoch später auf die Nachtstunden ein – von 22 bis 6 Uhr.

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Steinkrüger, die für die Grünen im Rat sitzt, monierte, der Beschluss gehe nicht weit genug. Es sei "unverständlich", warum die tagsüber geltenden Beschränkungen gestrichen wurden – und die Anlieger damit in Stoßzeiten weiter dem Lärm ausgesetzt seien. Auf der Parcusstraße und der Kaiserstraße gelten die Tempolimits dagegen weiterhin rund um die Uhr.

Erst einen Monat zuvor war die Tempo 30-Regel auf der Rheinachse vorübergehend ausgesetzt worden – und zwar aufgrund einer Klage wegen zu hoher Stickstoffdioxid-Werte, nicht wegen Lärmbelastung. Noch immer steht eine endgültige Position des Ausschusses zu weiteren verkehrssichernden Maßnahmen aus.

Ob es künftig auch tagsüber ein Tempolimit auf der Rheinachse geben wird, bleibt vorerst offen. Der Lärmaktionsplan der Stadt gilt zwar teilweise weiter, doch zentrale Entscheidungen stehen noch aus. Sowohl Anlieger als auch Vertreter der Kommune fordern nach wie vor striktere Regelungen, um Lärm- und Luftqualitätsprobleme in den Griff zu bekommen.