Massiver Protest in Bottrop: Atomkraftgegner blockieren A2-Brücken gegen Castor-Transporte
Hans-Werner HövelMassiver Protest in Bottrop: Atomkraftgegner blockieren A2-Brücken gegen Castor-Transporte
Protest gegen geplante Atomtransporte in Nordrhein-Westfalen am 26. Januar 2026
Am Samstag, den 24. Januar 2026, findet in Nordrhein-Westfalen eine Demonstration gegen geplante Transporte von hochradioaktivem Abfall statt. Rund 100 Atomkraftgegner haben die Kundgebung organisiert, die um 11 Uhr am Autobahnabschnitt der A2 in Bottrop-Süd beginnt. Ihr Motto "Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn" spiegelt die Sorge vor Sicherheitsrisiken während der Transporte wider.
Die Protestaktion wird von Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland und Jülich, dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) sowie BUND NRW getragen. Die Demonstranten treffen sich am Autobahnrastplatz Bottrop-Süd, an der Kreuzung Oberhausener Straße/Hanielstraße, bevor sie durch Wohngebiete in Bottrop-Fuhlenbrock ziehen. Ursprünglich war geplant, dabei auch Brücken über die A2 zu überqueren – ein Vorhaben, das die Polizei aus Sicherheitsgründen zunächst untersagt hatte.
Die Veranstalter fochten das Verbot in einem Eilantrag vor Gericht an und setzten die Erlaubnis für die Brückennutzung durch. Sie argumentieren, dass die geplanten 152 Lkw-Transporte mit Atomabfall vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus erhebliche Gefahren bergen – besonders angesichts des maroden Zustands der Brücken und laufender Baustellen auf der A2. Offizielle Termine für die sogenannten Castor-Transporte stehen bisher noch nicht fest. Die Aktivisten wollen mit ihrer Aktion auf die Risiken radioaktiver Strahlung aufmerksam machen. Im Mittelpunkt steht die Angst, dass Unfälle oder strukturelle Schäden zu Kontaminationen entlang der Transportroute führen könnten.
Nach dem positiven Gerichtsbescheid wird die Demonstration wie geplant stattfinden – inklusive der Überquerung der A2-Brücken. Die Veranstaltung unterstreicht den anhaltenden Widerstand gegen Atomtransporte in der Region. Wann die Transporte beginnen sollen, haben die Behörden bisher nicht bestätigt.