"Maxton Hall"-Fans stürmen Schloss - Advents-Eröffnung abgesagt
„Maxton-Hall“-Fans stürmen Schloss – Adventsöffnung abgesagt
Offiziell überrannt: Schloss Marienburg südlich von Hannover. – Foto: Moritz Frankenberg/dpa
- November 2025, 14:11 Uhr
Schloss Marienburg, ein historisches Anwesen mit enger Verbindung zur Familie der Welfen, wurde nach seiner kurzfristigen Öffnung am vergangenen Wochenende von unerwartet großen Menschenmengen überrannt. Der Ansturm folgte der Premiere der zweiten Staffel von Maxton Hall, in der zentrale Szenen im Rittersaal des Schlosses gedreht wurden. Aus Sicherheitsgründen sagten die Behörden nun weitere geplante Öffnungstermine ab.
Das im Besitz von Ernst August, Prinz von Hannover, stehende Schloss war wegen Renovierungsarbeiten geschlossen worden. Am vergangenen Wochenende wurde jedoch ein begrenzter Zugang gewährt: Besucher durften die Eingangshalle des Südflügels betreten und einen Blick in den Rittersaal werfen. Rund 6.000 Menschen strömten am Sonntag herbei – statt der erwarteten 400.
Ursprünglich waren weitere Öffnungstage für den 22.–23. November, 29.–30. November sowie den 6.–7. Dezember 2025 geplant. Der Eintritt sollte kostenlos sein, zudem waren Informationen zu den laufenden Sanierungsarbeiten vorgesehen. Doch angesichts des massiven Andrangs sagte die Schlossverwaltung die Termine am 29.–30. November und 6.–7. Dezember ab. Die Stiftung begründete dies mit Sicherheitsrisiken durch die großen Menschenmengen.
Nicht zum ersten Mal sorgt das Schloss für Schlagzeilen: 2019 eskalierte ein öffentlicher Streit zwischen Ernst August Senior und Junior über Pläne zum Verkauf der Anlage. Nun bringt der plötzliche Maxton-Hall-Hype neue Herausforderungen für die Verwaltung mit sich.
Mit der Absage der Termine bleibt das Schloss in diesem Jahr für die Öffentlichkeit geschlossen. Interessierte müssen sich gedulden, bis die Renovierungen abgeschlossen sind oder neue, begrenzte Veranstaltungen angekündigt werden. Der Rittersaal – und mit ihm der berühmte Drehort – bleibt vorerst unzugänglich.