Mercedes zahlt 150 Millionen Euro und beendet US-Dieselskandal
Mercedes-Benz einigt sich auf 150-Millionen-Euro-Vergleich und beendet letzten großen US-Dieselabgasstreit
Mercedes-Benz hat seinen letzten großen Rechtsstreit in den USA wegen Dieselabgasmanipulationen durch einen Vergleich in Höhe von 150 Millionen Euro beigelegt. Die im März 2020 erzielte Einigung betrifft Vorwürfe im Zusammenhang mit mehr als 211.000 Dieselfahrzeugen, die zwischen 2008 und 2016 verkauft wurden. Ein Teil der Gelder fließt zudem in Verbraucherschutzmaßnahmen in mehreren US-Bundesstaaten.
Die Vereinbarung schafft rechtliche Klarheit für den Automobilhersteller und verringert die Unsicherheit für seine Investoren. Sie folgt auf Jahre der Prüfung der Abgasvorschriften bei seinen Dieselfahrzeugen. Mit diesem Vergleich vermeidet Mercedes-Benz langwierige Gerichtsverfahren und mögliche weitere Strafen.
Parallel zur juristischen Lösung kauft das Unternehmen seit einiger Zeit gezielt eigene Aktien zurück. Allein in der Woche vor Weihnachten wurden fast 700.000 Anteile erworben. Seit Beginn des aktuellen Rückkaufprogramms beläuft sich die Gesamtzahl auf über fünf Millionen Aktien. Analysten werten diese Schritte als Zeichen für das Vertrauen in die finanzielle Stabilität des Konzerns. Der faire Wert der Aktie wird auf etwa 62 Euro pro Stück geschätzt. Derzeit notiert sie bei 59,03 Euro, leicht über dem 50-Tage-Durchschnitt von 58,67 Euro. Seit Januar hat der Kurs um 11,36 % zugelegt, liegt aber weiterhin rund 5 % unter seinem 52-Wochen-Hoch. Die Rückkäufe scheinen eine technische Unterstützung zu bieten und die Marktstabilität zu stärken.
Die Zahlung von 150 Millionen Euro beendet ein wichtiges Kapitel in den abgasbezogenen Rechtsstreitigkeiten von Mercedes-Benz. Mit der Beilegung des Falls kann sich das Unternehmen nun auf sein laufendes Aktienrückkaufprogramm und die weitere Marktstrategie konzentrieren. Die jüngste Kursentwicklung zeigt ein stetiges Wachstum, auch wenn der Wert sein Jahreshoch noch nicht wieder erreicht hat.