Millionenbetrug in Kiel: Zehn Verdächtige bei gemeinnütziger Organisation im Visier
Hildegund LachmannVerdacht auf Millionenbetrug in einer Non-Profit-Organisation - Millionenbetrug in Kiel: Zehn Verdächtige bei gemeinnütziger Organisation im Visier
Die Behörden in Kiel ermitteln wegen des Verdachts auf einen Millionenbetrug im Zusammenhang mit einer örtlichen gemeinnützigen Organisation. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen Vorwürfe wegen veruntreuter Gelder, gefälschter Berichte und unrechtmäßiger Abrechnungen über mehrere Jahre hinweg. Zehn Personen gerieten nun in den Fokus der Ermittler.
Die Betrugsvorwürfe kamen erstmals auf, nachdem Unregelmäßigkeiten in den Finanzunterlagen der Organisation entdeckt worden waren. Den Ermittlern zufolge wurden im Jahr 2023 rund 650.000 Euro unrechtmäßig abgerechnet. Im darauffolgenden Jahr sollen weitere 300.000 Euro veruntreut worden sein.
Bei weiteren Prüfungen stellte sich heraus, dass möglicherweise Fördergelder, die für bestimmte Abteilungen vorgesehen waren, umgeleitet wurden. Um die Veruntreuung zu vertuschen, seien Nutzungsberichte dieser Abteilungen gefälscht worden. Bis 2025 stieg die mutmaßlich veruntreute Summe auf etwa 850.000 Euro an.
Die Polizei durchsuchte inzwischen die Büroräume des Vereins sowie die Privatwohnungen mehrerer Beschuldigter. Der Name der betroffenen Organisation wurde bisher nicht öffentlich genannt, und es liegen keine Stellungnahmen von Vertretern zu den früheren Finanzaktivitäten vor.
Die Ermittlungen dauern an, gegenwärtig stehen zehn Personen unter Verdacht. Die Behörden werten weiterhin Finanzdokumente aus und befragen Beteiligte. Die Gesamtsumme der veruntreuten Gelder für die Jahre 2023, 2024 und 2025 beläuft sich mittlerweile auf über 1,8 Millionen Euro.






