29 December 2025, 00:38

„Mister Paralympics“ Karl Quade mit 71 Jahren gestorben

Ein Sportler posiert für ein Foto, trägt ein T-Shirt mit verschiedenen Sponsorennamen.

„Mister Paralympics“ Karl Quade mit 71 Jahren gestorben

Karl Quade, eine prägende Persönlichkeit des deutschen Paralympischen Sports, ist im Alter von 71 Jahren verstorben. Als "Mister Paralympics" bekannt, starb er am 26. Dezember nach einem Leben im Dienst der Bewegung. Sein Einfluss reichte vom Spielfeld bis in Führungspositionen, die den Behindertensport in Deutschland über Jahrzehnte prägten.

Quade machte zunächst als Athlet auf sich aufmerksam: Bei den Paralympics 1984 in New York gewann er im Stehvolleyball die Silbermedaille. Vier Jahre später stand er erneut ganz oben auf dem Podest – diesmal mit Gold bei den Spielen 1988 in Seoul.

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere wechselte er in die Führungsetage und fungierte als Chef de Mission der deutschen Mannschaft bei den Paralympics 1996 in Atlanta. Doch sein Engagement beschränkte sich nicht auf ein einzelnes Event. Über 30 Jahre lang bekleidete er das Amt des Vizepräsidenten im Deutschen Behindertensportverband (DBS) und prägte dessen Entwicklung und Wirkung. Kollegen wie Athleten schätzten ihn für sein außergewöhnliches Fachwissen, seine Authentizität und seine Herzlichkeit. Seine Leidenschaft für die paralympische Idee war ebenso legendär wie seine Fähigkeit, andere zu begeistern – was ihm den Ruf als Visionär und treibende Kraft der Bewegung in Deutschland einbrachte.

Quades Vermächtnis lebt weiter in den Athleten, die er förderte, den Strukturen, die er stärkte, und dem Geist, den er verkörperte. Seine Verdienste als Sportler, Funktionär und Fürsprecher hinterließen unauslöschliche Spuren im deutschen Paralympischen Sport. Die Bewegung, die er mitgestaltete, bewahrt sein Andenken bis heute.