München verlangt erstmals Gebühren von Influencern auf dem Oktoberfest
Birgitt OttoMünchen verlangt erstmals Gebühren von Influencern auf dem Oktoberfest
München führt Gebühren für Influencer-Events auf dem Oktoberfest ein
München erhebt erstmals Gebühren von Influencern, die während des Oktoberfests Veranstaltungen ausrichten – ein deutlicher Politikwechsel. Cathy Hummels' beliebter "WiesnBummel" war in diesem Jahr das erste Event, das eine solche Abgabe zahlen musste, und beendete damit neun Jahre ungeregelter Werbeaktionen. Die Maßnahme deutet auf eine strengere Kontrolle kommerzieller Aktivitäten während des Volksfests hin.
Fast ein Jahrzehnt lang hatten Influencer wie Cathy Hummels und ihre Partner Veranstaltungen auf der Wiesn organisiert, ohne Lizenzgebühren entrichten zu müssen. Unter dem früheren Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner wurden keine Kosten erhoben. Doch in diesem Jahr führte die Stadt eine neue Regelung ein, die Zahlungen von allen verlangt, die von promotionalen Aktivitäten profitieren.
Hummels' "WiesnBummel" lockte Prominente wie den Rapper Kollegah, die Schauspielerinnen Jenny Elvers und Nina Bott sowie die TV-Persönlichkeiten Simone Ballack und Oliver Pocher an. Trotz kritischer Stimmen von Traditionalisten war die Veranstaltung erfolgreicher denn je. Hummels lobte die Unterstützung der Stadt und zeigte sich optimistisch für künftige Kooperationen.
München strebt nun eine engere Zusammenarbeit mit Influencern an, um den Ruf des Oktoberfests zu wahren. Die von Hummels gezahlte Gebühr – von Insidern auf einen "sehr hohen fünfstelligen Betrag" geschätzt – spiegelt ihre Investitionen in ihre Marke "Events by CH" wider. Die Behörden planen, diese Regelung in den kommenden Jahren auf weitere Content-Creator auszuweiten.
Das neue Gebührensystem markiert einen Wandel im Umgang mit kommerziellen Events auf dem Oktoberfest. Influencer wie Hummels werden künftig finanziell beitragen und so dazu beitragen, die Marke des Festes zu schützen. Die Stadt erwartet, dass dieser Ansatz Partnerschaften stärkt, ohne die Traditionen des Events zu gefährden.






