Münsters "Tennisplatz"-Prozess feiert 55. Jubiläum mit Promi-Spaß und satirischem Gericht
Hildegund LachmannMünsters "Tennisplatz"-Prozess feiert 55. Jubiläum mit Promi-Spaß und satirischem Gericht
Münsters berühmter "Tennisplatz"-Prozess feierte am Sonntag, 25. Januar 2026, seine 55. Auflage
Die von der Paohlbürger Karnevalsgesellschaft organisierte Veranstaltung fand in einer alten Scheune statt und war restlos ausverkauft. Vier prominente Persönlichkeiten mussten sich vor einem Scheingericht humorvollen, erfundenen Anklagen stellen – ganz im Rahmen der langjährigen Karnevalstradition der Stadt.
In diesem Jahr standen Oberbürgermeister Tilmann Fuchs, Schalke-04-Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies, Sängerin Mary Roos und Fernsehshowmoderator Jörg "der Zonk" Draeger auf der Anklagebank. Alle hatten sich gründlich vorbereitet, um sich in dem satirischen Gerichtsverfahren zu verteidigen.
Der Prozess konfrontierte jeden Prominenten mit scherzhaften Vorwürfen. Tilmann Fuchs musste sich etwa dafür verantworten, in neuen Projekten übermäßig die Farbe Grün eingesetzt zu haben. Er beteuerte seine Unschuld und kündigte an, dies im Verlauf der Verhandlung beweisen zu wollen.
Clemens Tönnies wurde vorgeworfen, zu viel Geld in den FC Schalke 04 statt in seinen Heimatverein Preußen Münster zu stecken. Mary Roos hingegen musste sich zu einem fiktiven Skandal aus ihrer Gesangskarriere äußern. Jörg Draeger, bekannt als Moderator von Der Preis ist heiß, wurde von Harry Wijnvoord verteidigt. Wie seit Jahrzehnten unterhielt das Event das Publikum mit einer lockeren Mischung aus Witz, lokalem Humor und Prominenten.
Nach Plädoyers und Gegenargumenten fällte der Richter das endgültige Urteil und entschied, wer in diesem Jahr vor dem Paohlbürger Karnevalsgericht "wirklich schuldig" war.
Die 55. Ausgabe des Prozesses festigte seinen Ruf als Höhepunkt der Münsteraner Karnevalsfeiern. Die Veranstaltung verband Satire, regionalen Charme und prominente Gäste in einem voll besetzten Saal. Wie es die Tradition vorsieht, beendete das Urteil den Abend – doch im nächsten Jahr kehrt der Spaß wieder zurück.