NABU stoppt Windpark in Brandenburg – seltene Arten in Gefahr
Die Naturschutzorganisation NABU hat rechtliche Schritte eingeleitet, um den Bau eines Windparks in Brandenburg zu stoppen. Die Organisation reichte am 20. April einen Eilantrag ein und argumentiert, dass die Windräder seltene Vogel- und Fledermausarten gefährden. Im Mittelpunkt des Streits stehen Pläne für elf Turbinen in der Nähe von Zootzen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin.
Das Landesamt für Umwelt hatte den Windpark in Wittstock/Dosse im März des vergangenen Jahres genehmigt. Doch der NABU behauptet, dass der Standort bedrohte Arten gefährdet. Die Wittstock-Ruppiner Heide ist ein wichtiges Habitat für die seltene Braune Abendsegler-Fledermaus, die mit den Rotorblättern kollidieren könnte.
Auch Seeadler brüten in weniger als 700 Metern Entfernung von der geplanten Baustelle. Der NABU warnt, dass die Turbinen diese geschützten Vögel stören oder sogar töten könnten. Zudem fordert die Organisation die Umsiedlung eines Mäusebussard-Nestes, das sich derzeit auf dem Bauland befindet.
Der Eilantrag des NABU wurde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingereicht. Das Gericht wird entscheiden, ob das Projekt wie geplant fortgesetzt werden kann oder ob zusätzliche Umweltschutzmaßnahmen erforderlich sind.
Die Entscheidung des Gerichts wird über das Schicksal des Windparks bestimmen. Sollte der NABU erfolgreich sein, könnte sich der Baubeginn verzögern oder das Projekt muss zum Schutz der heimischen Tierwelt angepasst werden. Das Urteil könnte zudem Präzedenzfall für künftige Erneuerbare-Energien-Projekte in sensiblen Lebensräumen sein.






