01 January 2026, 19:23

Neues Selbstbestimmungsgesetz: Tausende ändern ihren Geschlechtseintrag in Deutschland

Ein Plakat mit Bildern von Frauen und begleitendem Text.

Neues Selbstbestimmungsgesetz: Tausende ändern ihren Geschlechtseintrag in Deutschland

Deutschlands neues Selbstbestimmungsgesetz erleichtert die Änderung des offiziellen Geschlechtseintrags

Seit dem 1. November 2024 ist das Gesetz in Kraft und vereinfacht ein Verfahren, das zuvor mit bürokratischen Hürden verbunden war. Erste Daten aus Großstädten zeigen nun, wie viele Menschen seitdem ihre Einträge aktualisiert haben.

Berlin verzeichnet mit 2.747 Änderungen die höchste Zahl. Davon wechselten 1.062 Personen zwischen den Eintragungen „männlich“ und „weiblich“, 354 entschieden sich für die Bezeichnung „divers“. Weitere 381 Menschen strichen ihren Geschlechtseintrag vollständig.

Es folgen Hamburg mit 972 Änderungen, Köln mit 735 sowie München mit 597. In Frankfurt wurden 448 Anpassungen vorgenommen, in Leipzig 388.

Bundesweit zeigt sich in den größten Städten ein Trend: Mehr Frauen (1.522) als Männer (1.270) haben ihren Eintrag rechtlich von weiblich auf männlich ändern lassen. Der ehemalige Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) und die frühere Frauenministerin Lisa Paus (Grüne) hatten sich zuvor zum Gesetz geäußert – in den offiziellen Unterlagen wird jedoch kein einzelner Initiator genannt.

Die Neuregelung hat bereits tausende Aktualisierungen in den urbanen Zentren ausgelöst. Berlin bleibt Spitzenreiter, was die Häufung der Änderungen widerspiegelt. Behörden beobachten weiterhin, wie sich das Gesetz auf Verwaltungsabläufe im ganzen Land auswirkt.