Normenkontrollrat fordert Reform der Baustandards zur Senkung der Baukosten
Birgitt OttoNormenkontrollrat fordert Reform der Baustandards zur Senkung der Baukosten
Nationaler Normenkontrollrat schlägt Reform der Baustandards vor, um Baukosten zu senken
Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) hat weitreichende Änderungen der Bauvorschriften vorgeschlagen, um die Baukosten zu drücken. Die Empfehlungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Bundesministerien an der Ausarbeitung eines neuen Gebäudetyp-E-Gesetzes arbeiten, das die angespannte Wohnungsmarktsituation in Deutschland entlasten soll.
In einem Positionspapier skizziert der NKR ein gestuftes System für Baustandards. Demnach könnten Bauträger und Bauunternehmen künftig zwischen Grund-, Mittel- und Premium-Ausführungen wählen. Ein „Grundstandard“ soll als Regeloption gelten und durch Lockerung bestimmter technischer Vorgaben Kosteneinsparungen ermöglichen.
NKR-Präsident Lutz Goebel betonte, dass nicht alle bestehenden Bauvorschriften zwingend für Sicherheit oder Gesundheit erforderlich seien. Durch den Abbau überflüssiger Standards hofft der Rat, Wohnraum bezahlbarer zu machen. Die Vorschläge sollen der Bundesregierung als Leitlinie für die Gesetzesausarbeitung dienen.
Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig haben bereits Eckpunkte für den Gebäudetyp-E-Vertrag vorgelegt. Das Justizministerium wird voraussichtlich in den kommenden Monaten einen Gesetzentwurf vorlegen, der auch Fachinput aus den NKR-Empfehlungen aufgreift.
Die Vorschläge des NKR zielen darauf ab, Bürokratie abzubauen und so die Baukosten zu senken. Sollten die gestuften Standards eingeführt werden, hätten Bauherren mehr Spielraum, während grundlegende Sicherheitsanforderungen gewahrt blieben. Die endgültige Ausgestaltung des Gebäudetyp-E-Gesetzes hängt von der Prüfung des Regierungsentwurfs ab.







