Philipp Raimund holt überraschend Olympiagold im Skispringen 2026
Hildegund LachmannPhilipp Raimund holt überraschend Olympiagold im Skispringen 2026
Philipp Raimund holt Gold im Skispringen von der Normalschanze bei den Olympischen Winterspielen 2026
Der 25-jährige Philipp Raimund aus Oberstdorf hat am Montagabend in Predazzo, Italien, überraschend die Medaille im Skispringen von der Normalschanze gewonnen. Sein Triumph kam unerwartet, nachdem er nur wenige Wochen zuvor bei Weltcup-Wettkämpfen eher enttäuschende Leistungen gezeigt hatte.
Raimund ging mit wenig Aufmerksamkeit in den Wettbewerb – im Januar hatte er beim Weltcup in Willingen als viertbester Deutscher lediglich den 18. Platz belegt. Doch von Beginn an dominierte er das Feld mit konsequent starken Sprüngen und führte nach den ersten beiden Durchgängen souverän.
Domen Prevc, der slowenische Topfavorit, kämpfte dagegen während des gesamten Wettbewerbs mit seiner Form. Der vorab als Siegkandidat gehandelte Springer landete in den drei Durchgängen auf den Plätzen vier, zehn und 21 und konnte nicht an Raimunds Leistung heranreichen. Selbst im Finaldurchgang setzte sich Raimund gegen den Norweger Marius Lindvik durch – obwohl er in dieser Runde knapp hinter ihm landete, sicherte er sich die Medaille mit einer überzeugenden Gesamtleistung.
Sein weitester Sprung des Tages maß 106,0 Meter. In allen drei Versuchen übertraf Raimund Prevc in der Weite und krönte sich mit Präzision und Souveränität erstmals zum Olympischen Champion.
Die Medaille markiert eine spektakuläre Wende für Raimund, der zwar bereits Potenzial gezeigt, aber zuvor noch nie einen großen Titel gewonnen hatte. Sein Auftritt in Predazzo katapultiert ihn nun in die Weltspitze des Skisprungs und bescherte ihm den karriereprägenden Triumph auf der größten Bühne des Sports. Prevc hingegen verlässt den Wettbewerb als einer der größten Enttäuschungen.