Phönix Lübeck testet revolutionäres Ticketmodell: Fans zahlen erst nach dem Spiel
George BenthinPhoenix Lübeck lässt Zuschauer nach dem Spiel bezahlen - Phönix Lübeck testet revolutionäres Ticketmodell: Fans zahlen erst nach dem Spiel
Phönix Lübeck lässt Zuschauer nach dem Spiel zahlen
Phönix Lübeck führt ein ungewöhnliches Ticketmodell ein: Die Fans entscheiden selbst, was das Spiel wert war – und zahlen erst danach.
27. November 2025, 11:29 Uhr
Ein deutscher Fußballverein testet zum Saisonfinale ein mutiges neues Ticketkonzept: Der 1. FC Phönix Lübeck lässt seine Fans selbst bestimmen, wie viel sie für das Spiel zahlen möchten – und zwar erst, nachdem der Schlusspfiff ertönt ist. Das Experiment unter dem Namen FairPay ist das erste Mal, dass der Verein dieses Modell für ein gesamtes Spiel anwendet.
Die Idee stammt von Spieltagsorganisator Fredrik Trumpler, der den Zuschauern damit Vertrauen entgegenbringen wollte. Statt im Voraus zu kassieren, können die Fans nach dem Spiel gegen den HSC Hannover zwischen vier vorgeschlagenen Preisen wählen: 5 Euro für „War okay“, 10 Euro für „Solide Leistung“, 15 Euro für „Großer Spaß!“ oder 20 Euro für „Hervorragend!“. Bereits vor einem früheren Spiel hatte der Verein ein „Zahl, was du willst“-Modell ausprobiert, doch diesmal handelt es sich um den ersten Test über die volle Spieldauer.
Sollte sich das FairPay-System bewähren, könnte der Verein es auch für künftige Partien übernehmen. Das Pilotprojekt könnte zeigen, wie kleinere Teams ihre Fans künftig stärker einbinden können. Vorerst liegt es an den Zuschauern, den Wert ihres Erlebnisses zu bestimmen – und das erst nach dem letzten Pfiff.