23 December 2025, 10:55

POL-KI: 241101.3 Kiel: Wasserpolizei in Kiel entdeckt gefährliche Stoffe und Verstöße gegen Sanktionen

Ein einzelnes Boot auf ruhigem Wasser treibend.

POL-KI: 241101.3 Kiel: Wasserpolizei in Kiel entdeckt gefährliche Stoffe und Verstöße gegen Sanktionen

POL-KI: 241101.3 Kiel: Wasserschutzpolizei entdeckt gefährliche Fracht und Verstöße gegen Sanktionen

Polizeidirektion Kiel – Kiel – Am 30. Oktober 2024 deckten Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei Kiel in zwei getrennten Fällen nicht deklarierte Gefahrgutfracht im Kieler Hafen auf. Die Hafenbehörden griffen ein, nachdem fehlende Dokumente und falsch gekennzeichnete Lieferungen festgestellt worden waren. Beide Vorfälle führten zu Bußgeldern und laufenden Ermittlungen.

Im ersten Fall kontrollierte die Kieler Wasserschutzpolizei einen Motortanker im Hafen. Ein fehlendes Dokument löste zunächst Bedenken aus, die später auf einen Übertragungsfehler zurückgeführt wurden. Weitere Überprüfungen ließen jedoch den Verdacht aufkommen, dass die Frachtangaben vorsätzlich gefälscht worden sein könnten – möglicherweise ein Verstoß gegen die EU-Sanktionen gegenüber Russland. Dem Tanker wurde daraufhin die Weiterfahrt untersagt, während die Behörden die Ladung eingehend prüften.

Noch am selben Tag stoppten Beamte am Norwegenkai einen Sattelschlepper kurz vor dem Verladen auf eine Fähre. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass das Fahrzeug gefährliche Güter ohne die vorgeschriebenen Warnhinweise transportierte. Hinweise deuten darauf hin, dass der Fahrer angewiesen worden war, die wahre Natur der Ladung zu verschleiern. Bei korrekter Deklaration wäre der Transport auf der Fähre verweigert worden.

In beiden Fällen wurde die Reederei BG Freight Line als verantwortliches Unternehmen identifiziert. Die Behörden verhängten gegen das Unternehmen ein Bußgeld in Höhe von 6.500 Euro wegen unterlassener Kennzeichnung gefährlicher Güter – konkret handelte es sich um UN 3077, umweltgefährdende Stoffe. Sowohl der Lkw-Fahrer als auch die Transportfirma müssen zudem mit weiteren Bußgeldern im vierstelligen Bereich rechnen.

Die Vorfälle zogen Strafen, gestoppte Lieferungen und mögliche juristische Konsequenzen nach sich. Die Ermittlungen zur Tankerladung und den nicht deklarierten Materialien des Lkw dauern an. Die Behörden betonten die Bedeutung korrekter Deklarationen und ordnungsgemäßer Kennzeichnung von Gefahrgütern.