Proteste in Berlin gegen US-Militäraktion in Venezuela – Forderung nach Maduros Freilassung
Hans-Werner HövelProtest in Berlin gegen US-Aktion in Venezuela - Proteste in Berlin gegen US-Militäraktion in Venezuela – Forderung nach Maduros Freilassung
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Samstag am Brandenburger Tor in Berlin, um eine Militäroperation der USA in Venezuela zu verurteilen. Die Kundgebung folgte Berichten, wonach US-Spezialeinheiten den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau festgesetzt hätten. Viele der Teilnehmenden forderten seine sofortige Freilassung und kritisierten den US-Einsatz als Verletzung der Souveränität.
Die vor allem von linksextremen Gruppen organisierte Demonstration brachte mehrere hundert Menschen zusammen, die von der deutschen Bundesregierung und den Vereinten Nationen Maßnahmen einforderten. Ein Demonstrant bezeichnete die US-Aktion als "inakzeptabel" und argumentierte, kein Land dürfe ein anderes überfallen und dessen Führung festnehmen. Andere zeigten sich schockiert über die Gewalt, die sie den USA gegenüber souveränen Staaten vorwarfen.
Die Bundesregierung reagierte mit Zurückhaltung. Offizielle Stellen erklärten, man verfolge die Lage über ein Krisenteam und die deutsche Botschaft in Caracas genau. Zwar rief Berlin alle Beteiligten zur Deeskalation auf und betonte die Notwendigkeit politischer Lösungen sowie die Einhaltung des Völkerrechts, doch eine offizielle Bewertung von Maduros Festnahme oder eine Stellungnahme zu den Forderungen der Demonstranten nach seiner Freilassung blieb bisher aus. Bei der US-Militäroperation war Maduro in Gewahrsam genommen worden. Über seinen Aufenthaltsort oder seinen Zustand gibt es keine klaren Angaben, und auch aus Washington liegt bisher keine Bestätigung des genauen Umfangs der Aktion vor.
Die Proteste in Berlin unterstreichen die wachsende Ablehnung des US-Eingreifens in bestimmten politischen Kreisen. Die Bundesregierung stimmt sich zwar weiterhin mit internationalen Partnern ab, hat aber noch keine klare Position zu Maduros Festnahme bezogen. Die Lage bleibt angespannt – mit Appellen an Deeskalation und eine diplomatische Lösung.