Rechenfehler kostet Staat fünf Millionen Euro bei Beamtenzuschlägen
Die deutsche Bundesregierung hat Auslandsverwendungszuschläge an Beamte im Auslandseinsatz überzahlt. Ein Rechenfehler führte zu der Panne, die etwa ein Drittel der Auslandsstandorte betrifft. Der finanzielle Schaden wird auf rund fünf Millionen Euro geschätzt.
Beamte im Ausland erhalten einen Auslandsverwendungszuschlag, um zusätzliche Kosten und Erschwernisse abzudecken. Die Höhe des Zuschlags richtet sich nach Zonenstufen, die ein privates Unternehmen nach einer vereinbarten Methode berechnet. Dabei werden Preisunterschiede und andere Faktoren zwischen Berlin und dem Einsatzort berücksichtigt.
Der Fehler entstand, weil alle Werte als positive Zahlen eingetragen wurden. Dadurch wurden die Zonenklassifizierungen an 71 der 220 Standorte künstlich aufgebläht. Der Fehler wurde inzwischen bei der jüngsten Anpassung der Zonenstufen behoben.
Das Auswärtige Amt prüft derzeit, ob es Schadensersatz von dem für die Fehlberechnung verantwortlichen Unternehmen fordert. Die korrigierten Zonenstufen gelten für künftige Zahlungen. Die Regierung hat die diesjährigen Beträge bereits angepasst. Die Gesamtüberzahlung beläuft sich auf etwa fünf Millionen Euro und betrifft mehrere Auslandsvertretungen.






