24 March 2026, 02:22

Rentenreform 2027: Warum Eltern profitieren und Berufspausen teuer werden

Liniengraph, der den Geschlechterunterschied in der Förderung im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Rentenreform 2027: Warum Eltern profitieren und Berufspausen teuer werden

Reformen der deutschen Rente: Eltern und Berufstätige stehen vor unterschiedlichen finanziellen Folgen

Die Änderungen im deutschen Rentensystem führen dazu, dass Eltern und Arbeitnehmer je nach Berufspausen oder reduzierter Stundenzahl mit unterschiedlichen finanziellen Auswirkungen rechnen müssen. Für Eltern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, steigen die Rentenansprüche ab 2027 – doch Sabbatjahre oder Teilzeitarbeit können langfristig zu spürbaren Einbußen führen. Wer die Regeln kennt, kann kostspielige Lücken in der Altersvorsorge vermeiden.

Kindererziehungszeiten bringen Pluspunkte – aber nur auf Antrag Eltern können pro Kind bis zu drei Jahre Kindererziehungszeit geltend machen und erhalten für jedes Jahr einen Rentenpunkt. Aktuell entspricht das einem monatlichen Zuschlag von etwa 40,79 Euro. Allerdings wurden für vor 2027 geborene Kinder bisher nur 2,5 Jahre angerechnet – ab 2027 steigt die Anrechnungszeit auf drei Jahre. Wichtig: Die Punkte gibt es nicht automatisch, sondern nur auf Antrag.

Berufspausen und Teilzeit mindern die Rente – oft um Tausende Ein einjähriger Berufsausstieg bei einem Bruttogehalt von 3.000 Euro monatlich kostet im Alter rund 30 Euro weniger Rente pro Monat. Nach zwei Jahren verdoppelt sich der Verlust auf etwa 60 Euro. Über Jahrzehnte summieren sich solche Lücken auf mehrere Tausend Euro. Noch gravierender wirkt sich Teilzeit aus: Wer von 40 auf 30 Wochenstunden reduziert, verliert jährlich etwa 25 Prozent der Rentenpunkte. Ein dauerhafter Wechsel auf Halbzeit halbiert die Ansprüche – das schlägt mit rund 163 Euro weniger monatlicher Rente zu Buche.

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Auch unbezahlter Urlaub hat Folgen: Nach vier Wochen ohne Lohnzahlung ruhen die Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers, was zu Lücken in der Rentenbiografie führt. Um die Einbußen abzufedern, können Beschäftigte freiwillige Rentennachzahlungen leisten oder ein Arbeitszeitkonto nutzen, um Phasen wie Sabbatjahre abzusichern.

Fazit: Kindererziehung wird belohnt, Berufspausen bestraft Das Rentensystem honoriert zwar Erziehungsleistungen, doch Karriereunterbrechungen oder reduzierte Arbeitszeiten führen zu spürbaren Abstrichen. Ohne gezielte Gegenmaßnahmen können Beitragslücken die monatliche Rente um hunderte Euro schmälern. Wer Kindererziehungszeiten beantragt und Berufspausen frühzeitig plant, sichert sich eine stabilere finanzielle Zukunft.

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