24 June 2026, 08:17

Rentenreform: Höheres Renteneintrittsalter und strengere Regeln für Frühpensionierung geplant

Woidke für Beteiligung aller Berufsgruppen in der Renten-Debatte

Rentenreform: Höheres Renteneintrittsalter und strengere Regeln für Frühpensionierung geplant

Die Rentenkommission hat weitreichende Reformen für das deutsche Rentensystem vorgeschlagen. Zu den Plänen gehören eine Anhebung des Renteneintrittsalters sowie strengere Regeln für den vorzeitigen Ruhestand. Die Empfehlungen haben bereits eine politische Debatte ausgelöst.

Die Kommission schlägt vor, die Regelung abzuschaffen, die es Arbeitnehmern mit 45 Beitragsjahren ermöglicht, ohne Abzüge früher in Rente zu gehen. Zudem soll eine neue kapitalgedeckte Säule das gesetzliche Rentensystem ergänzen. Künftig müssten auch Selbstständige und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.

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Ein weiterer zentraler Vorschlag sieht vor, das gesetzliche Renteneintrittsalter schrittweise über 67 Jahre hinaus anzuheben und es an die Lebenserwartung zu koppeln. Beamte blieben zwar von der gesetzlichen Rente ausgenommen, ihr Pensionsalter würde aber parallel angepasst.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte an, die Vorschläge zügig umsetzen zu wollen. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) forderte hingegen eine breite gesellschaftliche Diskussion. Er bestand darauf, dass Beamte in die Reformgespräche einbezogen werden müssen, und warnte vor den Folgen für Rentner in Ostdeutschland.

Aus der Opposition gab es bereits Kritik: AfD und BSW lehnten die Pläne zur Anhebung des Renteneintrittsalters und zur Einschränkung des vorzeitigen Ruhestands ab.

Die Vorschläge würden die deutsche Rentenlandschaft grundlegend verändern. Ziel ist es, die Erwerbsphase zu verlängern und die Beitragszahlerbasis zu verbreitern. Nun steht die Politik vor der Aufgabe, die Empfehlungen in Gesetze zu gießen – und dabei die Bedenken der Betroffenen zu berücksichtigen.

Quelle