Saarland feiert Erfolg: Nur noch ein Geldautomaten-Sprenganschlag 2025
Hildegund LachmannNur ein Geldautomat in Saarland in diesem Jahr überfallen - Saarland feiert Erfolg: Nur noch ein Geldautomaten-Sprenganschlag 2025
Saarland verzeichnet drastischen Rückgang von Sprengstoffanschlägen auf Geldautomaten – 2025 nur ein Vorfall
Im Saarland ist die Zahl der Sprengstoffanschläge auf Geldautomaten stark zurückgegangen: Für das Jahr 2025 wurde bisher nur ein einziger Vorfall gemeldet. Dies ist das Ergebnis jahrelanger gezielter Sicherheitsmaßnahmen in ganz Deutschland. Behörden führen den Rückgang auf verschärfte Polizeiarbeit, technologische Fortschritte und eine engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit zurück.
Geldautomatensprengungen waren in Deutschland einst ein hartnäckiges Problem und erreichten zwischen 2017 und 2020 in Wellen ihren Höhepunkt. Als Reaktion darauf bauten die Behörden spezialisierte Ermittlungseinheiten aus, um die organisierte Kriminalität und Angriffe auf Geldautomaten zu bekämpfen. Ab Mitte der 2010er-Jahre begannen diese Maßnahmen regional, bevor sie nach 2017 intensiviert wurden. Gleichzeitig wurde die Überwachung von Bankfilialen und Geldtransportrouten verschärft: Ab 2015 wurden vermehrt Videoüberwachungssysteme und automatische Kennzeichenerkennung (ANPR) eingeführt, deren Einsatz in den folgenden Jahren weiter ausgebaut wurde.
Auch gesetzliche Änderungen folgten: Zwischen 2017 und 2021 wurden härtere Strafen für Sprengstoffdelikte und grenzüberschreitende Diebesnetzwerke eingeführt. Zudem verbesserte sich die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern, insbesondere nach 2018, als der EU-weite Informationsaustausch und gemeinsame Operationen ausgeweitet wurden. Banken und Versicherungen trugen ihren Teil bei, indem sie landesweit technische Aufrüstungen vorantrieben – darunter verstärkte Verankerungssysteme für Geldautomaten, Farbmarkierungskassetten und Zeitverzögerungssysteme. Die Standards dafür wurden bis 2020 finalisiert.
Die Auswirkungen im Saarland sind deutlich: Nach zwölf Sprengungen im Jahr 2023 und neun im Jahr 2024 gab es 2025 nur noch einen einzigen Anschlag – im April auf einen Geldautomaten in Kirkel. Die Explosion richtete schwere strukturelle Schäden am Gebäude an. Die Polizei hat den Banken Empfehlungen für weitere Sicherheitsvorkehrungen gegeben, hält sich jedoch aus operativen Gründen mit weiteren Details zurück.
Der einzelne Anschlag im Jahr 2025 markiert einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren. Die verbesserten Sicherheitsvorkehrungen, strengere Gesetze und die engere Polizeikooperation haben maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau und halten die nun etablierten Schutzmaßnahmen aufrecht.