14 January 2026, 19:32

Sabotage und Spionage bedrohen Berlins Krankenhäuser – jetzt reagiert die Politik

Ein Mann liegt auf einem Krankenhausbett neben einer Puppe, umgeben von einer Gruppe von Menschen und medizinischer Ausrüstung, in einer Trainingsübung innerhalb einer medizinischen Einrichtung.

Sabotage und Spionage bedrohen Berlins Krankenhäuser – jetzt reagiert die Politik

Berlins Krankenhäuser sehen sich wachsenden Risiken durch Sabotage und Spionage ausgesetzt, warnt die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG). Am 14. Januar 2026 veranstaltete der Verband gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege eine hochrangige Informationsveranstaltung, um dringende Sicherheitsbedenken zu erörtern und den Schutz medizinischer Einrichtungen in der Hauptstadt zu stärken.

Die BKG organisierte die Veranstaltung gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege. Anwesend waren Experten des Verfassungsschutzes, des Landeskriminalamts sowie von Cybersecurity-Behörden. Im Mittelpunkt stand die Bewertung aktueller Bedrohungen und die Verbesserung der Abwehrmaßnahmen für die Berliner Krankenhausinfrastruktur.

Die Hauptstädter Kliniken gelten aufgrund der geopolitischen Exposition der Stadt als besonders verwundbar. Die BKG betonte die Notwendigkeit sofortigen Handelns und forderte die Einrichtungen auf, kritische Sicherheitslücken zu schließen. Zu den konkreten Schritten gehören die Erkennung gängiger Spionagemethoden, die Identifizierung von Schwachstellen in bestehenden Systemen sowie die Schulung von Mitarbeitenden für einen effektiven Umgang mit Vorfällen. Über technische Lösungen hinaus setzt sich der Verband für einen grundlegenden Kulturwandel in den Krankenhäusern ein: Das Personal muss wachsam bleiben, während die Leitungen eng mit Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten, um Notfallpläne zu entwickeln. Zudem wurde politische Unterstützung als entscheidend für den Aufbau langfristiger Schutzmechanismen hervorgehoben. Die BKG unterstützt die Kliniken bereits aktiv bei der Umsetzung dieser Strategien. Die Abstimmung mit Strafverfolgungsbehörden und Nachrichtendiensten wird fortgesetzt, um sicherzustellen, dass die neuen Sicherheitsvorkehrungen sowohl praxistauglich als auch wirksam sind.

Die Januar-Veranstaltung markiert einen koordinierten Vorstoß, um Berlins Krankenhäuser vor sich wandelnden Bedrohungen zu schützen. Mit laufender Beratung durch die BKG und ihre Sicherheitspartner sollen die Einrichtungen strengere Protokolle und Schulungsprogramme einführen. Ziel ist es, Risiken zu minimieren und gleichzeitig die sichere und funktionsfähige Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung zu gewährleisten.