Sachsenwald wird 2026 auf acht Kommunen aufgeteilt – was das für Anwohner bedeutet
Birgitt OttoSächsischer Wald soll geteilt werden - Bedenken unter den Gemeinden - Sachsenwald wird 2026 auf acht Kommunen aufgeteilt – was das für Anwohner bedeutet
Sächsischer Wald wird aufgeteilt – Kommunen zeigen sich besorgt
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Zwei der letzten gemeindefreien Gebiete Schleswig-Holsteins verschwinden bald von der Landkarte. Der Sachsenwald und der Forstbezirk Buchholz im Kreis Segeberg sollen im Januar 2026 freiwillig in benachbarte Kommunen eingegliedert werden. Hintergrund sind Bedenken wegen Steuerlücken und steigender Kosten für die örtlichen Behörden.
Der Sachsenwald, eines der letzten gemeindefreien Gebiete des Landes, wird auf acht umliegende Gemeinden aufgeteilt. Den größten Anteil erhält Aumühle, während Kasseburg, Möhsen, Schwarzenbek, Brunstorf, Dassendorf, Kröppelshagen-Fahrendorf und Börnsen die restlichen Flächen übernehmen. Der Beschluss folgt auf Berichte, wonach Unternehmen Briefkästen in einer Waldhütte angemeldet hatten, um von den dort günstigeren Gewerbesteuersätzen zu profitieren.
Die Eingliederung tritt im Januar 2026 in Kraft und beendet damit den Sonderstatus dieser beiden gemeindefreien Gebiete. Die Kommunen übernehmen dadurch neue Aufgaben – und neue Ausgaben. Das Land will auf diese Weise rechtliche Schlupflöcher schließen, die es Unternehmen ermöglichten, in gemeindefreien Zonen von niedrigeren Steuern zu profitieren.