Schizophrener Mann steht in Dresden wegen Diebstählen und Zug-Drama vor Gericht
George BenthinAnschuldigungen nach Polizeijagd mit Polizei und Unfall - Schizophrener Mann steht in Dresden wegen Diebstählen und Zug-Drama vor Gericht
Ein 31-jähriger Mann muss sich wegen einer Reihe von Straftaten vor Gericht verantworten, darunter Autodiebstähle und eine rasante Polizeiverfolgung in Zeithain. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen ihn Anklage wegen zweifachen Diebstahls sowie der Beteiligung an einem illegalen Straßenrennen erhoben. Der Fall wird nun dem Dresdner Amtsgericht vorgelegt, das entscheiden muss, ob ein Hauptverfahren eröffnet wird.
Derselbe Mann ist zudem der irakische Tatverdächtige im separaten Fall "Fall Liana", bei dem er im August 2025 angeblich ein 16-jähriges ukrainisches Mädchen vor einen Zug gestoßen haben soll. Die Staatsanwaltschaft Göttingen beantragt in dieser Sache die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung, nachdem der Mann wegen seiner Schizophrenie-Erkrankung als schuldunfähig eingestuft wurde.
Die Vorfälle begannen Mitte Oktober 2025, als der Mann mutmaßlich ein Auto aus einer Werkstatt in Riesa stahl. Ermittler bringen ihn zudem mit einem zweiten Fahrzeugdiebstahl in Verbindung, zu dem jedoch keine weiteren Details bekannt wurden.
Bei einem weiteren Vorfall führte der Mann die Polizei auf eine gefährliche Hochgeschwindigkeitsverfolgung durch Zeithain. Mit über 100 km/h raste er durch Wohngebiete, missachtete eine rote Ampel und verlor schließlich die Kontrolle über das Fahrzeug, das sich überschlug. Die Behörden gehen davon aus, dass er zum Zeitpunkt der Tat unter Drogeneinfluss stand. Die Dresdner Staatsanwaltschaft hat nun offiziell Anklage erhoben, darunter wegen zweifachen Diebstahls und der Teilnahme an einem nicht genehmigten Kraftfahrzeugrennen. Das Amtsgericht Dresden muss nun prüfen, ob es das Hauptverfahren eröffnet und die Anklage zulässt.
Darüber hinaus steht der Mann im Mittelpunkt des "Falls Liana". Am 11. August 2025 soll er die 16-jährige Liana aus der Ukraine am Bahnhof Friedland vor einen Güterzug gestoßen haben. Aufgrund seiner Schizophrenie-Diagnose wurde er für schuldunfähig erklärt. Die Göttinger Staatsanwaltschaft strebt nun die Sicherungsverwahrung an, um ihn weiter in Gewahrsam zu halten.
Das Dresdner Amtsgericht wird die Beweislage prüfen, bevor es über die Eröffnung eines Prozesses wegen Diebstahls und gefährlicher Fahrten entscheidet. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann erhebliche Strafen für seine Taten in Zeithain und Riesa.
Unterdessen läuft das separate Verfahren zum Tod Lianas weiter, wobei die Staatsanwaltschaft aufgrund der Schwere der Vorwürfe und der psychischen Erkrankung des Beschuldigten auf Sicherungsverwahrung drängt.