Schleswig-Holstein investiert 400 Millionen Euro gegen Wohnungsnot an der Ostsee und in Holstein Kiel
Hildegund LachmannDeutschland setzt 2027 soziales Wohnungsbauprogramm fort - Schleswig-Holstein investiert 400 Millionen Euro gegen Wohnungsnot an der Ostsee und in Holstein Kiel
Schleswig-Holstein bekämpft Wohnungsnot mit Millioneninvestition in sozialen Wohnungsbau am Ostsee und in Holstein Kiel
Die Landesregierung in Schleswig-Holstein geht gegen die wachsende Wohnungskrise mit einer großen Offensive im sozialen Wohnungsbau vor. Wie die Regierung bekannt gab, stellt sie für das Jahr 2027 ein Förderpaket in Höhe von 400 Millionen Euro bereit, um neue Mietwohnungen mit Preisbindung zu schaffen. Damit solle der rasante Anstieg der Wohnkosten gebremst und der deutliche Rückgang bezahlbaren Wohnraums der vergangenen fünf Jahre aufgefangen werden.
Die Zahl der Sozialwohnungen in Schleswig-Holstein ist seit 2021 stark gesunken. Damals unterlagen noch rund 45.000 Wohnungen der Mietpreisbremse – bis 2025 sank diese Zahl auf etwa 35.000. Besonders betroffen sind Kiel, Lübeck, Flensburg sowie die Kreise Pinneberg und Stormarn, wo die Verluste bis zu 25 Prozent betragen. Hauptgrund für den Schwund: Bestehende Mietbindungen liefen aus, während gleichzeitig zu wenig Neubau entstand.
Die neuen Mittel setzen sich aus 280 Millionen Euro aus Landesmitteln und 120 Millionen Euro vom Bund zusammen. Ziel ist der Bau von rund 2.000 zusätzlichen Wohnungen, die für 35 Jahre mit Mietpreisbindung ausgestattet werden. Damit sollen weitere Verluste verhindert und langfristig bezahlbarer Wohnraum gesichert werden.
Innenministerin Magdalena Finke (CDU) bezeichnete das Programm als "soziale Notwendigkeit und wirtschaftlichen Impuls". Der CDU-Abgeordnete Michel Deckmann ergänzte, die Landesregierung sende mit ihrem Engagement ein "klares Signal für Verlässlichkeit in der Wohnungspolitik".
Die 400-Millionen-Investition konzentriert sich auf den Ausbau preisgebundenen Wohnraums und die Dämpfung der Mietpreisentwicklung. Mit den geplanten 2.000 Neubauten will das Land den jahrelangen Rückgang im Sozialwohnungsbestand umkehren. Die Mittel sollen ab 2027 fließen und gezielt die Regionen entlasten, die besonders unter dem Wohnungsmangel leiden.