„Schrottreifer“ polnischer Sattelzug auf der A7 gestoppt – akute Gefahr abgewendet
George Benthin„Schrottreifer“ polnischer Sattelzug auf der A7 gestoppt – akute Gefahr abgewendet
Schwer mangelhafter polnischer Sattelzug auf der A7 bei Neumünster gestoppt
Im Rahmen einer grenzüberschreitenden Kontrollaktion wurde auf der Autobahn A7 bei Neumünster ein polnischer Sattelzug mit gravierenden Sicherheitsmängeln angehalten. Das Fahrzeug, das im Besitz zweier polnischer Unternehmen ist, wies kritische Defekte auf, die es zu einer akuten Gefahr im Straßenverkehr machten. Die Behörden leiteten umgehend Maßnahmen ein, um den Lkw aus dem Verkehr zu ziehen.
Der Vorfall ereignete sich am 13. Februar 2025 im Rahmen der ROADPOL-Aktion „Truck & Bus“, die sich auf die Verkehrssicherheit und Einhaltung von Vorschriften bei Nutzfahrzeugen konzentriert. Die Polizei stoppte den Lkw, nachdem sie mehrere schwere Mängel festgestellt hatte. Die tragenden Querträger des Aufliegers waren so stark korrodiert, dass die Prüfer das Fahrzeug als „schrottreif“* einstuften.
Auch die Zugmaschine wies undichte Kraftstoffleitungen auf, die ein erhebliches Brandrisiko darstellten, sowie einen starken Ölverlust. Im Kühlauflieger waren drei Fahrzeuge unsachgemäß gesichert – nur eines war ordnungsgemäß verzurrt. Aufgrund der unmittelbaren Gefahr verboten die Beamten dem Lkw die Weiterfahrt und veranlassten das Abschleppen von Zugmaschine und Auflieger. Dem Fahrer drohen nun verwaltungsrechtliche Sanktionen, während die beiden polnischen Unternehmen Trans-Polska Sp. z o.o. und Logistyka Plus Sp. z o.o. mit erheblichen Kosten rechnen müssen. Zudem prüfen die Behörden, ob finanzielle Vorteile, die durch den Betrieb des unsicheren Fahrzeugs – etwa durch unterlassene Reparaturen – erzielt wurden, eingezogen werden können.
Die Aktion „Truck & Bus“ wird mit wechselnden regionalen Schwerpunkten fortgesetzt und überprüft unter anderem Lenkzeiten, die Verkehrstauglichkeit der Fahrzeuge sowie die Ladungssicherung.
Die Stilllegung des Lkw verhindert eine potenzielle Verkehrsgefahr, doch der Fall zeigt die anhaltenden Risiken durch schlecht gewartete Lastwagen auf. Die Ermittlungen gegen die beteiligten Unternehmen und mögliche finanzielle Strafen laufen noch. Die Kontrollaktion zielt weiterhin auf unsichere Nutzfahrzeuge in ganz Europa ab.