Schulleiterin lehnt 150-Euro-Spende wegen politischer Bedenken ab
Eine Schulleiterin in Bremerhaven lehnte eine Spende von 150 Euro für Schwimmkurse aus politischen Bedenken ab. Das Geld war von Jan Timke angeboten worden, einem lokalen Aktivisten mit Verbindungen zu Bündnis Deutschland. Die Partei ist derzeit nur im Bremer Landtag vertreten.
Jan Timke hatte zunächst vom finanziellen Bedarf der Schule erfahren und sich bereit erklärt, die 150 Euro selbst zu übernehmen. Später erhielt er eine Absage der Schulleiterin, die begründete, seine Werte entsprächen nicht dem gesellschaftlichen Leitbild der Schule.
Timke kritisierte die Entscheidung scharf und warf der Schulleiterin vor, persönliche Ansichten über die Bedürfnisse der Kinder zu stellen. Zudem warnte er vor einer zunehmenden Politisierung der Schulen. Nach der Absage rief er gemeinnützige Organisationen in Bremerhaven dazu auf, sich bei ihm zu melden, falls sie das Geld gebrauchen könnten.
Timke hatte ursprünglich die Protestgruppe Bürger in Wut gegründet, die 2023 in Bündnis Deutschland aufging. Noch bevor er die Spende tätigen konnte, teilte ihm die Schulleiterin mit, dass bereits ein anderer Spender gefunden worden sei.
Die Entscheidung der Schulleiterin basierte somit auf politischer Ausrichtung und nicht auf finanzieller Notwendigkeit. Timkes 150 Euro stehen weiterhin anderen lokalen Initiativen zur Verfügung. Der Vorfall wirft Fragen auf, inwiefern persönliche Überzeugungen die Vergabe von Schulmitteln beeinflussen.






