Schuster fordert härtere Abschieberegeln für Straftäter und abgelehnte Asylbewerber
Hildegund LachmannSchuster will Haft für ausreisepflichtige Ausländer - Schuster fordert härtere Abschieberegeln für Straftäter und abgelehnte Asylbewerber
Sachsens Innenminister Armin Schuster hat sich für strengere Abschieberegeln ausgesprochen, die sich vor allem gegen gewalttätige Straftäter und abgelehnte Asylbewerber richten. Seine Vorschläge umfassen ein beschleunigtes Verfahren sowie Änderungen im Menschenrechtsschutz, um Abschiebungen zu beschleunigen. Schuster wirft dem aktuellen System vor, gefährlichen Personen zu ermöglichen, rechtliche Schlupflöcher auszunutzen und in Deutschland zu bleiben.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte bereits am 14. Januar 2026 in einer Bundestagssitzung ähnliche Maßnahmen angekündigt. Die Pläne haben die Debatten über Sicherheit, Asylpolitik und die Grenzen des Menschenrechtsschutzes neu entfacht.
Schusters Vorschläge konzentrieren sich auf zwei zentrale Punkte: schnellere Abschiebungen und konsequentere Durchsetzung. Er fordert ein 'Beschleunigtes Verfahren' für abgelehnte Asylbewerber und argumentiert, dass Verzögerungen es Kriminellen und Terrorverdächtigen ermöglichen, im Land zu bleiben. Zudem unterstützt er eine Überarbeitung der Europäischen Menschenrechtskonvention, die derzeit Abschiebungen in Länder mit unzureichenden Asylbedingungen blockiert.
Für Personen, die sich ihrer Abschiebung widersetzen, schlägt Schuster eine zwangsweise Inhaftierung von bis zu sechs Monaten vor. Dies solle verhindern, dass Betroffene das System 'ausnutzen', indem sie rechtliche und administrative Schritte behindern. Seine Position stellt die öffentliche Sicherheit über das Bleiberecht schwerer Straftäter in Deutschland. Sachsen hat bereits angeboten, am Flughafen Leipzig-Halle ein bundesweites Abschiebezentrum einzurichten. Schuster lobte Dobrindt dafür, diese seit Langem bestehenden Probleme endlich anzugehen. Die Pläne des Ministers passen in den größeren Kontext der Forderungen nach schärferen Migrationskontrollen – Kritiker warnen jedoch vor rechtlichen und ethischen Herausforderungen.
Die Vorschläge würden die Abschieberegeln verschärfen und die Möglichkeiten zur Inhaftierung von Nichtkooperativen ausweiten. Sollten sie umgesetzt werden, könnten sie zu schnelleren Abschiebungen von Straftätern und abgelehnten Asylbewerbern führen. Rechtsexperten dürften jedoch infrage stellen, ob solche Änderungen mit den geltenden Menschenrechtsstandards vereinbar sind.