21 December 2025, 05:02

SH Polizei: Geteilte Datenbank, geteilte Kosten: Bombenentschärfungsdienst und Umweltbehörde schließen Vereinbarung über die Nutzung historischer Luftbilder

Ein Bus steht vor einer Hütte mit Eisengittern, und ein Wasserzeichen ist auf dem Bild sichtbar.

SH Polizei: Geteilte Datenbank, geteilte Kosten: Bombenentschärfungsdienst und Umweltbehörde schließen Vereinbarung über die Nutzung historischer Luftbilder

Polizei SH: Gemeinsame Datenbank, geteilte Kosten: Kampfmittelräumdienst und Landesumweltamt unterzeichnen Vereinbarung zur Nutzung historischer Luftbilder

Polizeidirektion Schleswig-Holstein – Kiel – Gemeinsame Pressemitteilung der Polizeidirektion und ... [Mehr lesen]

  1. Juli 2025, 03:30 Uhr MESZ

Schlagwörter: Wirtschaft, Finanzen, Lebensart, Technologie

Der Kampfmittelräumdienst (KRD) und das Landesamt für Umwelt (LfU) Schleswig-Holsteins haben eine Zusammenarbeit gestartet, um historische Luftaufnahmen zu digitalisieren und gemeinsam zu nutzen. Ziel der Partnerschaft ist es, Kosten zu sparen und gleichzeitig den Zugang zu Kriegs- und umweltrelevanten Bildern für beide Behörden zu verbessern. Ein neues Online-System ermöglicht nun den sofortigen Zugriff auf rund 90.000 Luftbilder aus der gesamten Region.

Die Kooperation zwischen KRD und LfU baut auf jahrelanger enger Zusammenarbeit auf. Beide Behörden nutzen historische Luftbilder, um Altlasten und Kriegsrelikte zu identifizieren. Ein Staatsvertrag zwischen Deutschland und Großbritannien aus dem Jahr 1988 bildete die rechtliche Grundlage für die Verwendung dieser Aufnahmen in Umweltuntersuchungen.

Die Digitalisierung der Fotos wird von North.io sowie den Rendsburger Werkstätten, einer Einrichtung zur Förderung von Menschen mit Unterstützungsbedarf, durchgeführt. Auch die InnoVisio GmbH (Softwareentwicklung) und die GeoWerkstatt Schleswig-Holstein (Fachdienstleister) sind zentrale Partner des Projekts. Durch ihre Beteiligung bleibt das Vorhaben kostengünstig, ohne dass Qualitätsstandards beeinträchtigt werden. Das neu geschaffene Kampfmittel-Informationssystem Schleswig-Holstein (KIS-SH) ermöglicht es Mitarbeitenden des LfU und lokalen Bodenschutzbehörden, Kriegsluftbilder gezielt nach Regionen zu durchsuchen und einzusehen. Durch die Zusammenführung ihrer Bildbestände vermeiden beide Behörden Doppelungen und senken langfristig die Ausgaben.

Die Vereinbarung erleichtert die effiziente Erkundung und Beseitigung von Altlasten, da sowohl der KRD als auch die Bodenschutzteams direkten Zugang zur gemeinsamen Datenbank erhalten. Die nun online verfügbaren digitalisierten Aufnahmen liefern ein präziseres Bild historischer Kontaminationen und Kriegsrisiken in ganz Schleswig-Holstein.