23 December 2025, 04:42

Situation der Essensbanken in Bayern hat sich leicht entspannt

Mehrere Essensplätze sind auf einer roten Fläche positioniert, mit zusätzlichen Essensplätzen auf der rechten Seite sichtbar.

Situation der Essensbanken in Bayern hat sich leicht entspannt - Situation der Essensbanken in Bayern hat sich leicht entspannt

Lage der Tafeln in Bayern hat sich leicht entspannt

Lage der Tafeln in Bayern hat sich leicht entspannt

Lage der Tafeln in Bayern hat sich leicht entspannt

  1. Dezember 2025, 03:31 Uhr

Die Tafeln in Bayern verzeichnen im Jahr 2025 eine leichte Entspannung ihrer Situation. Nach Jahren hoher Nachfrage stieg die Zahl der Hilfesuchenden im Vergleich zu 2024 nur noch um ein Prozent. Peter Zilles, Vorsitzender des Landesverbands Tafel Bayern, koordiniert das Netzwerk vom oberfränkischen Bindlach im Landkreis Bayreuth aus.

Die Hochphase für die Tafeln bleibt weiterhin die Zeit vor Weihnachten. Dann fließen Spenden in großer Zahl, und ehrenamtliche Helfer:innen arbeiten lange Stunden, um die Lebensmittel zu verteilen. Viele beschreiben das Engagement als tief befriedigend – besonders, wenn sie die Erleichterung in den Gesichtern der Kund:innen sehen, die mit Lebensmitteln nach Hause gehen.

Im Jahr 2022 hatten die plötzlich ankommenden Geflüchteten aus der Ukraine viele Tafeln an ihre Grenzen gebracht. Doch bis 2025 hat sich die Lage gewandelt: Einige Geflüchtete haben Deutsch gelernt und eine Arbeit gefunden, sodass ihr Bedarf an Lebensmittelhilfe sank. Zusammen mit einem allgemeinen Rückgang der Flüchtlingszahlen entlastete dies die Tafeln. Das Netzwerk umfasst mittlerweile 171 lokale Tafeln, die von rund 14.000 Ehrenamtlichen getragen werden. Gemeinsam versorgen sie etwa 165.000 Bedürftige in ganz Bayern. Dennoch bleiben Herausforderungen – vor allem die steigenden Kosten. Mieten, Fahrzeuge, Sprit, Versicherungen, Strom und Kühlung belasten die Finanzen. Ein weiteres wachsendes Problem ist die Schwierigkeit, Führungspositionen zu besetzen, was vermutlich mit der zunehmenden Arbeitsbelastung der Ehrenamtlichen zusammenhängt.

Die leicht gesunkene Nachfrage bringt den bayerischen Tafeln zwar etwas Erleichterung. Doch hohe Betriebskosten und Personalengpässe stellen ihre Widerstandsfähigkeit weiterhin auf die Probe. Mit 165.000 Menschen, die auf ihre Unterstützung angewiesen sind, bleibt die Arbeit der Helfer:innen und Organisator:innen unverzichtbarer denn je.