Spargelsaison startet mit kleinen Mengen und höheren Preisen in Sicht
Hildegund LachmannAsparagusernte beginnt - Bauern erwarten steigende Preise - Spargelsaison startet mit kleinen Mengen und höheren Preisen in Sicht
Spargelsaison in Deutschland hat begonnen – aber noch in kleinen Mengen
In Deutschland hat die Spargelsaison begonnen, wenn auch bisher nur mit bescheidenen Erträgen. In Rheinland-Pfalz haben die ersten Bauern bereits mit der Ernte begonnen, während Kollegen im Norden der Region erst später folgen werden. In diesem Jahr dürften höhere Kosten und Lohnerhöhungen die Preise für das beliebte Gemüse in die Höhe treiben.
Der kommerzielle Spargelanbau startet meist Anfang März mit begrenzten Mengen aus beheizten oder geschützten Feldern in Westdeutschland und Niedersachsen. Ab April kommen dann größere Mengen aus Freilandanbau in Niedersachsen, Bayern und den nördlichen Regionen vor Ostern auf den Markt. Dank des günstigen Wetters konnte die Ernte in diesem Jahr früher beginnen, doch nennenswerte Mengen werden erst im nächsten Monat die Märkte erreichen.
Die Lieferkette führt vom Erzeuger und Genossenschaften wie der ELO eG über Großhändler wie Landgard bis in die Supermärkte. Die frühen Erträge fallen noch klein aus, nehmen aber mit steigenden Temperaturen zu. Da der Spargelanbau vollständig auf Saisonarbeitskräfte angewiesen ist, spielen die Lohnkosten eine entscheidende Rolle bei der Preisgestaltung.
Der Mindestlohn in Deutschland stieg in diesem Jahr auf 13,90 Euro pro Stunde, und für 2027 ist eine weitere Erhöhung auf 14,60 Euro geplant. Bauern im nördlichen Rheinland-Pfalz warnen, dass höhere Löhne und Energiekosten die Produktionskosten erhöhen werden. Die Endpreise hängen von Ertrag, Qualität und Betriebskosten ab – wie stark die Verbraucher davon betroffen sein werden, bleibt jedoch noch unklar.
Aufgrund der gestiegenen Produktionskosten wird mit höheren Spargelpreisen gerechnet. Das volle Ausmaß für die Verbraucher wird sich erst zeigen, wenn im April die Haupternte beginnt. Bis dahin bleiben die frühen Liefermengen begrenzt, während die Erzeuger die Marktentwicklung genau beobachten.






