17 June 2026, 18:35

Spontanes Gebet verbindet deutsche und Curaçao-Spieler nach 7:1-Sieg

Spontane World Cup-Gebet unterscheidet sich vom Fußball-Aktivismus

Spontanes Gebet verbindet deutsche und Curaçao-Spieler nach 7:1-Sieg

Ein spontaner Gebetskreis zwischen deutschen und Curaçao-Spielern hat nach ihrem jüngsten Spiel Aufmerksamkeit erregt. Die Geste hob sich als persönlicher Ausdruck des Glaubens in einer Sportart ab, die oft für gesellschaftspolitische Kampagnen genutzt wird. Dem Spiel war ein 7:1-Sieg Deutschlands gegen Curaçao in einem internationalen Freundschaftsspiel vorausgegangen.

Nach dem Schlusspfiff schlossen sich die deutschen Spieler Felix Nmecha und Jonathan Tah ihren Gegnern aus Curaçao zu einem Gebetskreis auf dem Platz an. Die Aktion war freiwillig und unvorbereitet, ohne Beteiligung von Fußballverbänden oder Dachorganisationen. Nmecha bezeichnete sie später als einen Moment christlicher Brüderlichkeit unter den Spielern.

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Die Spieler teilten die Überzeugung, dass Jesus durch den Fußball verherrlicht werde – eine Haltung, die sie zum gemeinsamen Gebet motivierte. Anders als andere vielbeachtete Gesten im Fußball handelte es sich dabei weder um eine politische Stellungnahme noch um Teil einer organisierten Kampagne. Es blieb eine private, gläubige Handlung zwischen Spielern verfeindeter Mannschaften.

In den letzten Jahren hat der Fußball eine zunehmende Sichtbarkeit sozialer und politischer Initiativen erlebt, etwa das Knien gegen Rassismus oder Vielfaltsprojekte. Solche Aktionen werden meist von Verbänden, Vereinen oder Interessengruppen vorangetrieben. Der Gebetskreis hingegen war etwas Besonderes: Er wurde weder beworben noch war er an eine größere Bewegung geknüpft.

Die Szene unterstrich eine andere Form des Ausdrucks im Fußball. Sie zeigte, wie persönliche Überzeugungen Spieler verbinden können – selbst jenseits organisierter Kampagnen. Unter den Fans bleibt die Debatte über die Rolle des Sports als Plattform für solche Botschaften weiterhin lebendig.

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