12 December 2025, 13:09

SSW drängt auf bahnbrechende Tierwohlstrategie für ganz Schleswig-Holstein

Ein Tier liegt auf einem Bett neben mehreren weichen Spielzeugen.

SSW fordert Tierwohlstrategie für Schleswig-Holstein - SSW drängt auf bahnbrechende Tierwohlstrategie für ganz Schleswig-Holstein

SSW fordert Tierwohlstrategie für Schleswig-Holstein

Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) setzt sich für eine umfassende Tierwohlstrategie in Schleswig-Holstein ein. Der Plan geht über die Nutztierhaltung hinaus und umfasst auch Haustiere, Wildtiere sowie den illegalen Welpenhandel. Die Partei kritisiert, dass die bisherigen Maßnahmen in zentralen Bereichen unzureichend seien.

Die Vorschläge des SSW beinhalten klare, messbare Ziele für den Tierschutz in den Bereichen Nutztiere, Haustiere und Wildtiere. Zudem fordert die Partei einen Umsetzungsplan, um Fortschritte zu gewährleisten. Die Entwicklung dieser Strategie liegt in den Händen von Agrarministerin Anke Spies (Grüne), wie im Koalitionsvertrag von 2025 zwischen SPD, Grünen und SSW festgelegt.

Der SSW plädiert für eine Stärkung der veterinärmedizinischen Dienste und eine verschärfte Kontrolle. Eine bessere Finanzierung von Tierheimen gehört ebenfalls zu den zentralen Forderungen. Darüber hinaus schlägt die Partei vor, die finanzielle Förderung für Modernisierungsprojekte in Ställen auszuweiten, um die Haltungbedingungen von Nutztieren zu verbessern.

Die Partei betont, dass die bisherigen Bemühungen im Tierschutz zu eng gefasst seien. Die geplante Strategie solle Schutzlücken schließen – und zwar für alle Tiere, nicht nur für solche in der Landwirtschaft.

Sollte der Plan des SSW umgesetzt werden, würde dies strengere Regelungen, bessere Finanzierung und klarere Ziele für den Tierschutz in Schleswig-Holstein bedeuten. Die Koalitionsregierung hat sich bereits verpflichtet, unter der Federführung von Ministerin Spies eine vollständige Strategie zu erarbeiten. Die nächsten Schritte hängen von weiteren Verhandlungen und gesetzgeberischen Maßnahmen ab.