21 December 2025, 18:10

Streit um Bahnanbindung zum Fehmarnbelttunnel - Klagen abgewiesen

Ein Zug fährt durch einen Tunnel mit Gebäuden im Hintergrund.

Streit um Bahnanbindung zum Fehmarnbelttunnel - Klagen abgewiesen

Streit um Bahnanbindung zum Fehmarnbelttunnel – Gericht weist Klagen ab

Vorspann Die Bauarbeiten für den Fehmarnbelttunnel nach Dänemark laufen bereits, doch es gab Streit um die Bahnanbindung auf deutscher Seite. Das Bundesverwaltungsgericht hat nun entschieden.

27. Mai 2025, 06:43 Uhr

Schlagwörter Eisenbahn, Wirtschaft, Tourismus, Industrie, Finanzen, Verkehr, Unternehmen

Artikeltext Die Pläne Deutschlands für den Fehmarnbelttunnel haben eine wichtige juristische Hürde genommen. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies acht Klagen gegen die Hinterland-Bahnanbindung ab. Damit ist der Weg frei für den Weiterbau des ehrgeizigen Projekts, das Deutschland und Dänemark verbinden soll.

Das Gericht urteilte, dass der 11,5 Kilometer lange Bahnabschnitt, der den Fehmarnbelt mit dem Fehmarnsund verbindet, alle rechtlichen Anforderungen erfüllt. Die Kläger hatten argumentiert, der Bau gefährde durch Lärm und Erschütterungen den Tourismus auf Fehmarn. Zudem fürchteten sie eine Bedrohung der Trinkwasserversorgung der Insel. Die Richter kamen jedoch zu dem Schluss, dass die Lärmgrenzwerte eingehalten und die Wasservorräte geschützt werden.

Seit August 2022 ruht der Zugverkehr zwischen Neustadt in Holstein und Fehmarn wegen der laufenden Arbeiten. Die gesamte 88 Kilometer lange Strecke – von Puttgarden auf Fehmarn bis Lübeck – bleibt aber im Zeitplan. Ursprünglich hatte Deutschland geplant, die bestehende Fehmarnsundbrücke zu nutzen, doch nun wird ein Tunnel unter dem Sund für Autos und Züge bevorzugt. Der 18 Kilometer lange Fehmarnbelttunnel selbst, der Fehmarn mit Dänemarks Lolland verbindet, soll 2029 eröffnet werden. Nach der Fertigstellung verkürzt sich die Reisezeit zwischen Hamburg und Kopenhagen auf etwa zweieinhalb Stunden.

Claus Ruhe Madsen, Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, begrüßte die Gerichtsentscheidung und forderte zügige Schritte, um das Anbindungsprojekt voranzutreiben.

Mit der Beilegung der rechtlichen Streitigkeiten kann nun der Bau der Hinterland-Bahnanbindung fortgesetzt werden. Tunnel und Schienenverbindung werden langfristig die Fährverbindungen ersetzen und die Reisezeiten deutlich verkürzen. Das Projekt bleibt ein zentrales Infrastrukturvorhaben für Nordeuropa.