27 June 2026, 16:19

Streit um Reform: Wer darf in Deutschland ehrenamtlicher Richter werden?

Justizministerium erwägt strwiegendere Regeln für Laienrichter

Streit um Reform: Wer darf in Deutschland ehrenamtlicher Richter werden?

Das deutsche Bundesjustizministerium plant eine Verschärfung des Überprüfungsverfahrens für ehrenamtliche Richter. Ein neuer Gesetzentwurf zielt darauf ab, das Deutsche Richtergesetz zu ändern, um strengere Auswahlkriterien durchzusetzen. Die Initiative hat eine Debatte zwischen den politischen Parteien über die richterliche Unabhängigkeit und die Sicherheit ausgelöst.

Das Ministerium möchte sicherstellen, dass nur Personen, die sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung Deutschlands bekennen, als ehrenamtliche Richter tätig sein können. Zu den geplanten Änderungen gehört die Verpflichtung der Kandidaten, eine schriftliche Erklärung abzugeben. Derzeit wird ein Gesetzentwurf ausgearbeitet, um diese Anpassungen formal zu verankern.

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Die unionsgeführte CDU/CSU-Fraktion schlägt vor, noch einen Schritt weiterzugehen und das Bundesamt für Verfassungsschutz in den Auswahlprozess einzubinden. Günter Krings, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, fordert ein einheitliches, bundesweit verbindliches Überprüfungsverfahren, um die Kontrollen zu standardisieren.

Die rechtspopulistische AfD kritisiert die Reform scharf. Der rechtspolitische Sprecher der Partei, Tobias Matthias Peterka, argumentiert, dass die bestehenden Regelungen bereits ausreichten, um die Eignung der Kandidaten zu prüfen. Die AfD wirft dem Vorhaben zudem vor, die richterliche Unabhängigkeit zu untergraben.

Der Gesetzentwurf des Ministeriums wird strengere Maßstäbe für die Auswahl ehrenamtlicher Richter einführen. Die Diskussion zeigt, wie unterschiedlich die Ansichten darüber sind, Sicherheit und richterliche Autonomie in Einklang zu bringen. Die geplanten Änderungen könnten die künftige Auswahl von Laienrichtern in Deutschland grundlegend verändern.

Quelle