11 April 2026, 14:22

Streit um Regionalliga-Reform: Kompassmodell gewinnt gegen umstrittenen Regionalvorschlag

Alte Deutschlandkarte mit Provinzen von Bayern, Baden-Württemberg und Baden auf Papier mit regionalen Textdetails.

Streit um Regionalliga-Reform: Kompassmodell gewinnt gegen umstrittenen Regionalvorschlag

Ein vorgeschlagener Reformplan für das deutsche Regionalliga-System hat eine hitzige Debatte unter den Vereinen ausgelöst. Das von einer Arbeitsgruppe vorgelegte Regionalmodell stößt bei wichtigen Vertretern des Sports auf scharfe Kritik. Gleichzeitig gewinnt ein alternatives Konzept – das Kompassmodell – zunehmend an Zuspruch und wird von fast 70 an der Aufstiegsreform beteiligten Vereinen unterstützt.

Das Regionalmodell sieht vor, die aktuellen fünf Staffeln umzustrukturieren, indem die Ligen Nord, Nordost und Bayern zu zwei Spielklassen zusammengefasst werden. Die West- und Südwest-Staffeln blieben dagegen unverändert. Kritiker werfen dem Vorschlag vor, bestimmte Regionen unfair zu benachteiligen, während andere verschont blieben.

Hermann Winkler, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV), bezeichnete die Pläne als "völlig realitätsfremd". Er warnte, die Reform würde den NOFV faktisch auflösen und Vereine für ihre Kritik bestrafen. Daniel Meyer, Sportdirektor des Halleschen FC, lehnte den Entwurf als "schlechten Witz" ab und kritisierte "erschreckende Fehleinschätzungen" seitens der Funktionäre in den Führungsgremien des deutschen Fußballs.

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Demgegenüber hat sich das Kompassmodell als favorisierte Alternative etabliert. Dieses System würde die vier Staffeln jedes Jahr nach Reiseentfernungen neu ordnen. Toni Wachsmuth, Geschäftsführer des 1. FC Lokomotive Leipzig, bestätigte, dass nahezu alle Vereine diesen Ansatz befürworten. Sein Klub unterstützt das Kompassmodell vollumfänglich und bezeichnet es als die wettbewerbsfähigste und fanfreundlichste Lösung – mit den höchsten Zuschauerzahlen.

Tommy Haeder, Sprecher der Kampagne "Aufstiegsreform 2025", stellte die Wahl zwischen den beiden Modellen als politische Entscheidung mit langfristigen Folgen dar. Er betonte, dass das Ergebnis die Zukunft des deutschen Fußballs über Jahre hinweg prägen werde.

Die Diskussion dreht sich nun darum, welches Modell sich durchsetzen wird. Während das Kompassmodell die Vereine gegen den Regionalvorschlag eint, wächst der Widerstand gegen Letzteren. Die endgültige Entscheidung wird bestimmen, wie die Regionalliga künftig funktioniert – und welche Mannschaften davon profitieren oder benachteiligt werden.

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