Streit um Schulfehlen: Darf man für Proteste gegen Wehrpflicht schwänzen?
Hans-Werner HövelMinisterium: Demo kein Grund für Schulferkrankung - Streit um Schulfehlen: Darf man für Proteste gegen Wehrpflicht schwänzen?
Ministerium: Demonstration kein Grund für Schulfehlen
Ministerium: Demonstration kein Grund für Schulfehlen
Ministerium: Demonstration kein Grund für Schulfehlen
- Dezember 2025
Die Studentenproteste gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht haben sich in ganz Deutschland ausgebreitet, mit großen Kundgebungen in Städten wie Kassel, Marburg und Frankfurt. Die Debatte dreht sich nun darum, wie Schulen mit Fehlzeiten umgehen sollen, die mit politischem Engagement zusammenhängen. Kritiker werfen den Behörden vor, Schüler unrechtmäßig zu bestrafen, wenn sie an den Demonstrationen teilnehmen, während die Bildungsverantwortlichen auf strenge Anwesenheitsregeln pochen.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sich gegen Drohungen mit Strafen für Schüler ausgesprochen, die an den Anti-Wehrpflicht-Protesten teilnehmen. Kerstin Quellmann, Landesvorsitzende der GEW, forderte die Schulen auf, Zurückhaltung zu üben und im Umgang mit protestbedingten Fehlzeiten Ermessensspielräume zu nutzen. Sie warnte, dass harte Sanktionen junge Menschen davon abhalten könnten, sich gesellschaftlich zu engagieren.
Der Konflikt zwischen Bildungsbehörden und Schüleraktivisten bleibt vorerst ungelöst. Die Schulen müssen nun entscheiden, ob sie die Anwesenheitspflicht strikt durchsetzen oder Spielraum für politisches Engagement lassen. Die Entscheidung wird zeigen, wie mit jungen Protestierenden in den kommenden Monaten umgegangen wird.