12 December 2025, 07:11

Streit um Senkung der Luftverkehrssteuer: Klimaschutz vs. Wirtschaftshilfe

Flugzeuge auf dem Gras mit Bäumen im Hintergrund.

Streit um Senkung der Luftverkehrssteuer: Klimaschutz vs. Wirtschaftshilfe

Kritik von Verkehrs- und Umweltverbänden an Senkung der Luftverkehrssteuer

Anreißer Die schwarz-rote Koalition hat beschlossen, die Luftverkehrssteuer zu senken. Diese Entscheidung stößt bei Verkehrs- und Umweltverbänden auf scharfe Kritik.

Artikeltext Die deutsche Bundesregierung hat sich auf eine Kürzung der Luftverkehrssteuer geeinigt. Der Beschluss erfolgte nach Verhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD. Kritiker werfen der Regierung vor, damit die Luftfahrtbranche auf Kosten der Klimaziele und Pendler zu begünstigen.

Die Pläne stoßen bei Umwelt- und Verkehrsverbänden auf vehementen Widerstand. Christiane Rohleder vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) bezeichnete die Maßnahme als "Subvention für die klimaschädlichste Form des Reisens". Janine Wissler von der Linken warf der Regierung vor, Pendlern Geld zu nehmen, um Fluggesellschaften zu entlasten.

Der CDU-Politiker Marco Wanderwitz verteidigte die Steuersenkung während der Koalitionsgespräche. Er argumentierte, sie biete der Luftfahrtbranche dringend benötigte Entlastung. Christoph Ploß, CDU-Bundestagsabgeordneter, unterstützte diese Position und betonte, die Senkung stärke den Luftverkehr und komme der gesamten Wirtschaft zugute.

Daniel Günther, CDU-Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, zeigte sich ausgleichend. Zwar räumte er die Bedeutung des Klimaschutzes ein, doch die Wirtschaft brauche jetzt schnelle Unterstützung. Die Steuersenkung bleibt damit ein Zankapfel zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Prioritäten.

Die Reduzierung der Luftverkehrssteuer soll nun in Kraft treten. Verkehrs- und Klimaschützer lehnen die Maßnahme weiterhin ab und warnen vor den Umweltfolgen. Die Regierung hingegen betont, sie diene der Stabilisierung der Luftfahrtbranche und der wirtschaftlichen Erholung.