Stromausfall in Berlin: Wegner unter Druck – was kommt als Nächstes?
Hans-Werner HövelWegner äußert sich zur Stromausfall - Stromausfall in Berlin: Wegner unter Druck – was kommt als Nächstes?
Großer Stromausfall trifft Berlin – Wegner gerät unter Druck
Am 3. Januar legte ein massiver Stromausfall weite Teile Berlins lahm und ließ zehntausende Haushalte tagelang ohne Elektrizität. Der Blackout folgte auf einen mutmaßlichen Brandanschlag farblinker Extremisten auf eine Kabelbrücke. Nun sieht sich der regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wachsender Kritik an seinem Krisenmanagement ausgesetzt.
Betroffen waren rund 45.000 Haushalte sowie über 2.000 Unternehmen. In einigen Gebieten blieb der Strom bis zum 7. Januar unterbrochen, ehe die Versorgung schließlich vollständig wiederhergestellt werden konnte.
Wegner steht wegen seiner Reaktion auf die Krise in der Schusslinie. Kritiker warfen ihm vor, in der Anfangsphase des Blackouts Tennis gespielt zu haben, ohne dies später in öffentlichen Stellungnahmen zu erwähnen. Gegner aus mehreren Parteien unterstellten ihm Unehrlichkeit, während die rechtspopulistische AfD seinen Rücktritt forderte.
Die Debatte wird nun im Abgeordnetenhaus weitergehen. Wegner soll eine Erklärung zu seinem Krisenmanagement abgeben – Abgeordneter werden seine Entscheidungen hinterfragen. Mit hitzigen Diskussionen ist zu rechnen, wenn Politiker die Handlungsweise der Regierung während des Stromausfalls unter die Lupe nehmen.
Der Blackout offenkundigte Schwächen in Berlins Notfallvorsorge. Mit der wiederhergestellten Stromversorgung rückt nun Wegners angekündigte Stellungnahme und die politischen Folgen in den Fokus. Seine Kritiker bereiten sich darauf vor, in den kommenden Tagen Konsequenzen einzufordern.