30 June 2026, 20:41

Stromnetz am Limit: Warum Erneuerbare und wachsender Bedarf die Netze überlasten

Die Stromnetze im Süden Baden-Württembergs sind am Limit: Ausbau wird zur zentralen Herausforderung

Stromnetz am Limit: Warum Erneuerbare und wachsender Bedarf die Netze überlasten

Stromnetzausbau hält mit dem rasanten Wachstum der Erneuerbaren und steigendem Strombedarf nicht Schritt

Vertreter von Netzbetreibern, Kommunen und Behörden trafen sich in Emmendingen, um die drängenden Herausforderungen im Energiesektor zu erörtern. Im Mittelpunkt der Gespräche stand der dringende Bedarf an besserer Abstimmung zwischen den Akteuren.

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Die Veranstaltung wurde vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisiert, der führende regionale Netzbetreiber zusammenbrachte. Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Verbands, betonte, wie entscheidend es sei, Stromerzeugung, Netzinfrastruktur, Speicherung und Verbrauch aufeinander abzustimmen. Ohne dieses Gleichgewicht drohe das System den Anschluss zu verlieren.

Der Boom bei Wind- und Solarenergie bringt die Netzkapazitäten an ihre Grenzen. Einige neue Erneuerbare-Energien-Anlagen müssen bereits mit Verzögerungen bei der Netzanbindung rechnen. Auch Unternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten, den benötigten Netzanschluss zu erhalten.

Gleichzeitig steigt der Strombedarf durch Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und neue Industriekunden. Großflächige Batteriespeicher waren ein zentrales Thema der Diskussion, da sie die Netze zusätzlich belasten. Viele Städte und Gemeinden bearbeiten bereits zahlreiche Anfragen für Speicherprojekte.

Der Regionalverband Freiburg kündigte an, Genehmigungsverfahren für Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen. Ziel ist es, Prozesse zu straffen und Engpässe bei der Netzentwicklung zu vermeiden.

Das Treffen machte deutlich: Es braucht schnellere und besser koordinierte Maßnahmen. Ohne Verbesserungen werden das Wachstum der Erneuerbaren und die steigende Nachfrage die Netzkapazitäten weiterhin überfordern. Nun steht die Region vor der Aufgabe, diese Vorhaben umzusetzen, um weitere Verzögerungen und Störungen zu verhindern.

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